Der Tag danach

Das Pandemiejahr fordert seinen Tribut. Erst am späten Nachmittag entschließe ich mich schweren Herzens meine Lagerstatt zu verlassen. Immerhin habe ich keinen schweren oder alkoholisierten Kopf, nein, ich bin einfach nur müde und geschafft. Ein Fetentyp bin ich offensichtlich nicht aber das ist keine neue Erkenntnis. Bald nach dem Aufstehen kommt netter Besuch vorbei, gut, dass sie nicht früher aufschlugen. So richtig gesprächsmunter fühle ich mich nicht – meine hochaktive Ehepartnerin dagegen sehr. Sie kann derlei „Belastungen“ erheblich besser wegstecken als meine Wenigkeit. Immerhin schafft es der Besuch meine Aktivitätsbereitschaft wieder zu entfachen, wenn auch im begrenzten Maßstab. Wir schauen uns danach die Predigt des Gottesdienstes aus Bremen an, die mich nicht so sehr packt. Dann kommt es bald zur Trennung von meiner Mitbewohnerin – sie präferiert das Endspiel der Millionärskicker, die, wie es sich zeigt, gerade zwei Tore im regulären Spiel erzielen und beim Elfmeterschießen ein eher mieses Bild abgeben. Aber das sollen Fußballfreaks beurteilen. Ich dagegen schaue mir einen altbekannten Münstertatort an und stöbere im Anschluss durch die YouTube-Filmchen. Beides stellt nur geringe Anforderungen an meine Konzentrationsfähigkeit und fügt sich gut in meinen Allgemeinzustand ein. Es wird gar nicht mal so spät.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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