Rotweinhauskreis

Wieder stehe ich viel zu spät auf. Wieder naht die Mittagszeit viel zu schnell. Vorher ergänze ich im Nachbarort noch meine Mineralwasservorräte, hole mir einen Salatteller zum Lunch und vergesse dabei das Dressing, packe eine 5-Minuten-Geschmacksverstärker-Terrine in den Korb zusammen mit ein paar anderen Kleinigkeiten. Zurück daheim würge ich mir den trockenen Salat in meinen armen Magen – zum Glück bringt der Krautsalat ein wenig Flüssigkeit mit, mute meiner Zunge die maggispezifischen Aromazusätze des chemischen Eintopfgerichtes zu und entspanne alles mit einer Zitronen-Mousse. Man wird satt davon. – Die Mittagspause beginnt spät, tut aber gut. – Abends holt mich unsere Freundin ab – ihr Mann ist ebenfalls zur Kur – und wir fahren zum Hauskreis. Es entspinnt sich dort eine lebhafte Diskussion über Kain und Abel, ganz nebenbei staune ich über das Wachstum der neu erworbenen Hündin, die erfolgreich daran arbeitet ihren Welpenstatus hinter sich zu lassen. Im inoffiziellen Teil genieße ich den traditionellen Rotwein und wir plaudern allesamt weiter, nur über mehr weltliche Themen. Das ist gut und tut gut. Bis zum Aufbruch geht viel Zeit ins Land, zu Hause trödle ich zusätzlich herum, so dass es wieder total spät wird. ‚O tempora, o mores‘, muss ich über mich seufzen. Wenigstens schlafe ich schnell ein.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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