Falten, kochen, disputieren

Wie immer nicht ganz so früh knabbere ich mein Frühstücksknäckebrot – wenigstens diese Mahlzeit läuft noch nicht aus der Bahn. Nach Zeitung, Konto und Andacht stürze ich mich auf die weiße Wäsche. Zusammenlegen ist angesagt. Die schier nicht enden wollende Zahl meiner Unterhemden lässt mich ein Faltsystem schnell entwickeln und lernen. Die Einzelsocken, weiß weil es aus der Mode ist, fügen sich tatsächlich am Ende zu vollständigen Paaren zusammen. Stark. – Meine „Kochkünste“ entfalten sich zu voller Blüte als ich zwei Spiegeleier sanft aus der Pfanne auf zwei geröstete Brotscheiben gleiten lasse 😉. Meine Ansprüche an mich sind nicht allzu hoch: es muss schnell gehen, es muss ohne Brimborium in den Zustand der Essfertigkeit gelangen können und es muss in meinem Sinne essbar sein. Mehr nicht. Ob Bio-Eier oder Geschmacksverstärker, ob frisch oder Froster, ob Tütennahrung oder Dosenfutter – übergangsweise lasse ich mich auf diverse Schandtaten ein. Bei einer völlig unerwünschten Langfristigkeit bliebe mir allerdings nur ein schweineteurer Thermomix, wobei ich selbst mit diesem Kochkunstersatz den Wunsch nach Schnelligkeit opfern müsste. Seufz. – Nachmittags bereite ich mich auf den Abend vor und am frühen Abend bewege ich mich in meine Gemeinde als mitarbeitender Gast in einer Vorstandssitzung. Es ist fast wie früher, Erinnerungen werden wach, ich fühle mich gleich ein paar Jahrzehnte jünger aber die Zeit zurückdrehen, nein, das will ich keinesfalls, das muss nun wirklich nicht sein 😇😀! Eine „posttraumatische Belastungsstörung“, nach der mich ein Teilnehmer lächelnd fragte, ist erfreulicherweise ausgeblieben. Fein. Es dauert sehr, sehr lange, ich kannte es nie anders und doch kommt am Ende ein gutes Ergebnis hervor – das war früher ebenso. Der Heilige Geist muss, scheint mir, zuerst in allen Köpfen die Seifenblasen auflösen bis die eindeutige Sicht klar vor uns liegt. Wie üblich, halt. – Zu Hause pütschere ich noch ein wenig herum ehe ich gar nicht mal so spät mein Nachtlager mit meiner Anwesenheit beehre. Der Schlaf spielt gut mit.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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