Liebe Mutti sei Gott anbefohlen

… bis mich gegen halb drei das Telefon brutal aus den ersten zarten Einschlummeransätzen herausreißt. Das Seniorenheim ruft an. Um diese Zeit bedeutet das nichts Gutes. Und so ist es dann auch: Meine Mum ist verstorben. Sie hat „einfach“ mit Atmen aufgehört. Wie traurig. Ob wir gleich vorbeikommen wollen? Nein, eher nicht. Wir verabschieden uns von ihr lieber gemeinsam mit meiner Schwester in den frühen Vormittagsstunden. An Schlaf ist natürlich nicht mehr zu denken. So bleibe ich wach, lasse Fotos passieren, höre Choräle, erinnere mich und plane ein wenig – was man so bis zum frühen Morgen machen kann. – Am Heim treffen wir meine Schwester und gehen zur Mutti. Es ist erschreckend wie sich Menschen im Tode bzw. auf dem Weg dorthin verändern, eigentlich ist es gar nicht meine Mum die da ruht und doch ist sie es, gezeichnet vom letzten Weg. Der Abschied fällt leichter, weil sie die letzen 16 Monate eine harte Zeit durchlebt hat. Sterben kann auch eine Erlösung sein. Wir beten für sie – unser großer Gott sei ihr gnädig. Adieu Mutti, wir lassen deinen Körper zurück – in Gedanken begleitest du uns aber nach Hause und fortan. – Ein Gottesdienst aus Bremen über das Erlassjahr lenkt ein wenig ab, es ist faszinierend welche Zusammenhänge man zu dem Thema herstellen kann. – Natürlich ist der Mittagsschlaf diesmal eine echte Erquickung – mein altgewordener Körper mag das „Durchmachen (aus welchem Grund auch immer)“ überhaupt nicht mehr. Der Restnachmittag huscht vorbei. Am Abend starte ich eine intensive MS-Deutschland-Recherche – alles was ablenkt, ist gut. Es wird normal spät und ich kann in der Nacht ein wenig Schlaf nachholen. Immerhin.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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