Sommersonne

Von züchtig bedeckt entkleidet sich der Himmel fast bis wolkenlos blau. Der Appetit hat Ausgang, mein Frühstück entfällt nach der gestrigen Stopfung. Wir spazieren am Rhein entlang, an der Insel vorbei, die die Fahrtrinne vom Ufer abschottet, bis zur ersten Bank am in räumliche Nähe zurückgekehrtem Fahrwasser. Dort warte ich ungeduldig auf ein Schiff. Jedoch vergeblich dafür in praller Sonne, gefühlt eine Stunde lang, fast eine halbe in echt. Als wir beim letzten Besuch vor Jahren hier waren, kam auch kein Kahn vorbei. Liegt es an uns, an der Bank oder an beidem 😉🤔 – die abschreckende Wirkung ist immerhin durch zwei Feldversuche dokumentiert ☹️😉. Ich gebe auf und bin kaum zurück an der Fähre angekommen, brausen die Schiffe schier pausenlos vorbei 😀, gefühlt jedenfalls. Lunch entfällt aus dem bekannten Grunde ebenfalls. Am frühen Abend schlendern wir zum Fass im Nachbarortsteil und treffen auf eine Vielzahl von Weinkonsumenten. Echt trockenen Wein gibt es hier nicht, dafür leckere Brezeln und Spundekäs. Mein Magen akzeptiert den Imbiss endlich ohne Klage. Der Wein dagegen versucht Sodbrennen zu initiieren, schafft es aber nicht ganz. Sehr schön. Nach zwei Gläsern des süßlichen Rebensaftes habe ich genug – ich vertrage offensichtlich überhaupt nichts mehr. Seufz. Immerhin kommen wir mit unseren Spontantischgenossen nett ins Gespräch. Prima. Unser Hotelzimmer sieht uns früh und ich genieße lange die kühle Abendbrise mit Rheinblick auf dem Balkon bis die Nachtfrische mich dann doch ins Zimmer treibt. Es wird normal spät und die absolut ungewohnten Lauferei von über 12.000 Schritten hat mich völlig geschafft. Der Schlaf ist eher gewöhnungsbedürftig mit mancherlei Unterbrechungen. Dann ist das eben so.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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