Allein zu Haus

Es heißt Abschied nehmen. Meine Kurbeflissene packt ihre Sachen, die wir zu Tiger transferieren. Ich rangiere ihn aus der Tiefgarage ins Freie und wir begeben uns zur Strandklinik. Das Einchecken ist völlig problemlos, so dass ich gewaltig staune. Echt gut organisiert. Koffer und mehr könne wir per Fahrstuhl (!!!) in die korrekte Etage verfrachten. Das Zimmer ist schön groß und modern eingerichtet, wie in Etablissements dieser Art üblich. Allerschwersten Herzens lasse ich meine Liebste zurück, erledige auf der Rücktour noch einen Einkauf und bugsiere Tiger wieder in seine hinterste Ecke. Alle klappt gut. – Zum Lunch genehmige ich mir mit großer Freude eine Tütennudelsuppe mit zusätzlichem Nudelbesatz 🤔 und löffle diesen köstlichen, künstlichen, maggiartigen Brei mit natürlichen und naturidentischen Aromastoffen in mich hinein. Klasse! Selbstverständlich folgt jetzt eine ausgiebige Mittagsruhe. – Keine Ahnung welcher seltsame Ehrgeiz mich reitet, jedenfalls starte ich Schritt für Schritt zu einer Wanderung auf dem schon oft erwähnten Weg in Richtung Kurklinik. Ich schwitze aus allen Poren, gebe aber nicht auf und erreiche schließlich den Ort von der Seeseite, den ich am Vormittag per Tiger angesteuert hatte. Zu Glück sind auf dieser genialen Wanderstrecke alle naselang Bänke integriert, so dass konditionsarme, übergewichtige, schnaufende Wanderer immer wieder kraftspendende Laderuhepausen 😉 einlegen können. Am Tagesende werde ich sagenhafte 9.617 Schritte gelaufen sein. Wahnsinn. Vor der Tagesabschlussbilanz suche ich die bezaubernde Strandbar wieder auf, gebe mich dem Genuss von Pommes mit viel Ketchup sowie einem Rivaner hin und schaue den Wellen beim Plätschern zu. Hier lass uns Hütten bauen, mir eine, meiner Frau eine und dem Wetter eine! – Wieder daheim dauert es bis nach Mitternacht ehe ich vorsichtig ins Land der Träume eintauche. Ein schrittreicher Tag findet so allmählich seinen Übergang in die Vergangenheit. So ist das Leben.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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