Altes Ehepaar?

Wir erleben einen feinen Gottesdienst, der mir mittels der Predigt mancherlei Erkenntnisse über Jesu Jünger Thomas vermittelt, dem man mit der Bezeichnung „der ungläubige Thomas“ viel Unrecht zufügt. Immerhin war er der einzige Jünger, der bis in den fernen Osten die Botschaft des Evangeliums hinaustrug. Heute noch bezieht sich eine große indische Kirche auf ihn. Gott bewirkt viel durch scheinbar kleine, unterschätzte und in viel zu engen Schubladen platzierte Menschen. Gelobt sei ER! – Auf der Rückfahrt bildet sich bei uns (angeregt durch die Predigt?) eine ganz neue Erkenntnis zu den sogenannten alten Ehepaaren heraus. Uns beiden ist aufgefallen, dass wir abends oft nebeneinander sitzen aber jeder macht sein Ding. Mitunter muss es putzig aussehen, wenn wir jeweils mit Ohrhörern bestückt eigene Programme, YouTubes oder Vorträge verfolgen. Sind wir schon das vielbeschworene alte Ehepaar, das sich nichts mehr zu sagen hat? Nein, keinesfalls, denn das wirkt nur durch die Brille Berufstätiger so. Alle unsere Probleme, Sorgen, Pläne, Ideen besprechen wir im Laufe des Tages, wir sind ja fast immer zusammen. Die Zeit der Kommunikation hat sich halt vom Abend auf den Tag verlagert, ist dabei sogar intensiver geworden. Abends genießen wir die Zeit, in aller Ruhe persönlichen Interessen nachzugehen, die der Partner nicht teilt. Ich frage mich wie oft ich Mitmenschen falsch beurteile, weil meine Erkenntnis durch eigene Scheuklappen eingeengt war oder ist. Im Wort „man soll nicht von sich auf andere schließen“ steckt eine tiefe Wahrheit. – Nachmittags kommt lieber Besuch mit dem die Zeit nur so vorbeirauscht. Wir sollten künftig öfter mal Gäste einladen, stellen wir unisono fest. Abends freuen wir uns mächtig über den Sieg von Macron – das nützt Frankreich und Europa. Ein virtueller Ausflug auf die Kanaren, anschließend nach Kanada und per Buch nach Kreta gestalten den Abend recht kurzweilig. Für mich wird es wieder spät, die Romanfesseln kann ich nur schwer abstreifen 😉. Der Schlaf lässt sich Zeit und ist nicht ganz bei der Sache.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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