Andere Zeiten

Heute unterstützen wir die Umweltschutzbemühungen des Hotels und erhalten dafür ein klitzekleines Töpfchen mit Honig und einen Apfel. Faszinierend, mehr oder weniger. Ansonsten füllt sich die Leipziger Innenstadt immer stärker, es geht auf das Wochenende zu. Diese Stadt hat den Vorteil zahlloser Höfe in die man vom Gedränge immer wieder flüchten kann. Sie sind sehenswert, bieten Rückzugsmöglichkeiten mit attraktiven Cafés, Bars oder Restaurants und natürlich Geschäften aller Art und Güte. Bei der Pralinenmanufaktur darf man live zuschauen, Sushi-Pinten laden zum Verzehr von rohem Fisch mit geschmackvollen Beilagen ein und Künstlerinitiativen arrangieren stundenlang ihre Produkte ohne von Kunden gestört zu werden. Wir lieben die Passage beim Auerbachs Keller, den wir allerdings bewusst wegen seines Massenbeköstigungsstils meiden, doch bei Mephisto gibt es besten südafrikanischen Rosé und etwas weiter am prachtvoll geschmückten blickdichten künstlichen Tannenbaum einen hervorragenden Irish Coffee. Erholsame Stätten für die Augen, die von den Weihnachtspyramiden, Räuchermännchen, Schwibbögen, kunstvoll gestalteten Krippen mit unzählbaren Zubehörfigürchen kurz davor stehen Tränen loszulassen. Der Preis mancher Kunstwerke hätte damals, zu Jesu Zeiten, für den Erwerb des Gasthauses samt Stall und Feldmark gereicht. So ändern sich die Zeiten.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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