Basseterre auf St. Kitts

Wir wachen auf und liegen fest vertäut am Kai. Die Ankunft geschah früher als geplant wegen eines Notfalls an Bord, wie wir später erfahren. Beim ersten verschlafenen Blick aus dem Fenster erschließt sich die Küstenlandschaft in ihrer Schönheit. Beim zweiten Blick hat sich schon ein anderer, nahezu gleich großer Pott dazwischengeschoben. Nach dem Frühstück legt auch noch ein drittes Schiff an und tausende Reisende stürmen die Insel. Wir lassen uns Zeit. Gegen Mittag holt uns ein Kleinbus ab und saust zum Sugar-Express. Früher wurde auf diesen Gleisen Zuckerrohr transportiert, heute sind es Touristen – zum Glück in neueren Wagons, unten geschlossen und klimatisiert, oben offen mit Sonnendach. Wie sitzen alle oben. Man serviert uns Rumpunsch und alkoholfreie Getränke während die steinalte Diesellok über die noch älteren Gleise rattert, schaukelt und schwankt. Es geht einmal quer über St. Kitts, vorbei an verwilderten Zuckerrohrfeldern, malerischen Landschaften und über sehr schmale dafür sehr hohe Brückenkonstruktionen, eine Reise vom Karibischen Meer zum Atlantik dann um die Nordspitze herum und wieder zur karibischen Seite. Der Atlantik wirft hohe Wellen, die Karibik übt sich im sanften Schaukeln. Die Fahrt in der Zucker-Schuckelbahn versetzt unsere Begeisterung in höheren Stimmungsregionen. Mit dem Bus vollenden wir unsere Inselrundfahrt, schlendern danach noch ein bisschen durch Basseterre mit seinen zahlreichen Shops am Kreuzfahrtterminal. – Zuerst entschwindet das zuletzt angekommene Schiff, welch eine unkaribische Hektik, gegen Abend legt auch der zweite sehr große Kahn ab, erst rückwärts und dann mit einer vorsichtigen Drehung. Wir dagegen bleiben noch ein wenig. Im Theater verrenken sich vier Artisten alle möglichen Glieder mit phantastischen Darbietungen, danach zuckelt MeinSchiff2 los, ich führe mir noch zwei Gin Fizz für die nötige Bettschwere zu bevor wir in der Kabine dem Schlaf seinen nötigen Raum geben. Ein echt guter Tag.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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