Basseterre/St. Kitts

Die Insel nimmt keine schlechte Position bei meinen Lieblingsinseln in der Karibik ein. Das Touri-Shopping-Areal ist schon riesig und glänzt mit vielen der ach so typischen auf den amerikanischen Geschmack abgestimmten Angeboten. Nice to see, zweifelsohne. Wenn man es durchquert hat, trifft man auf eine lebendige, architektonisch an das koloniale Erbe erinnernde Stadt. Wir durchwandern die Straßen, bewundern die Fassaden, durchqueren den Freiheitspark mit uralten Bäumen und stoßen auf eine bemerkenswerte Kathedrale. Im Foyer begrüßt uns der aktuelle Papst, nett von ihm, und an den Wänden sind die Leidensstationen Christi in anschaulichen Bildern (oder nennt man das Plastiken?) dargestellt. Ich bin arg angerührt. Die Kathedrale ist karibisch bunt, erfrischend anders als unsere heimischen ach so ernsten Kirchenbauten. Außerdem ist es die erste Kirche, die ich auf unserer Reise besuche und das berührt mich innerlich tief. – Wir schlendern durch die Stadt, durch das touristische Verkaufsdorf und geben uns auf der Seebrücke dem People-Watching hin, das wir so gern praktizieren. Es ist wirklich extrem nett hier. Ein italienisches Kreuzfahrtschiff der „Kapitän-zuerst-Reederei😉“ liegt neben uns. Es fasst gut 500 Passagiere mehr als wir. – In der Außenalster spendiert mir ein freundlicher älterer Herr ein Zigarillo, mitten in den Genuss hinein ergießt sich ein Regenschauer, wir bauen uns ein „Zelt“ mittels einer Decke und werden nur relativ wenig nass. Die hohe Außentemperatur lässt selbst das Wasser von oben erträglich erscheinen. – Spätnachmittags wirbelt eine karibische Band auf und vor der Poolbühne. Trotz aller Mühe nicht negativ zu erscheinen muss ich dennoch gestehen schon bessere karibische Klänge vernommen zu haben – egal, der gute Wille ist auch nicht zu verachten. – Am Abend begibt sich meine Veranstaltungsinteressierte zu einer „White-Party“ mit Schokoladen-Früchte-Büffett. Das Show-Ensemble glänzt mit einer musikalisch-artistischen Darbietung, nun gut die verpasse ich, aber die folgende Schlagershow ist gewisslich nicht meins. Rhythmisch in die Knochen gehende Musik vermischt mit blödsinnigen Texten, die alle gemeinsam vor sich hin grölen mag Stimmung verbreiten – bei mir leider (?? egal!) jedoch nicht. Ich mag es gar nicht wenn meine Emotionen mich wild zum Mitmachen drängen aber mein Verstand die gesungene Botschaft vollinhaltlich bescheuert findet. Unmusikalisch sein verleitet halt zum Zuhören 🤔🤨. Woher ich das alles weiß? Nun ja virtuell habe ich schon eine Zeit reingeschaut 😁.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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