Ein langer Bordtag

Es geht nicht nur auf dem Ozean voran. Ich fühle mich deutlich besser. So lausche ich wieder dem Vortrag über Brasilien, die ausgeprägte Groß- und Kleinkriminalität kombiniert mit einer niedrigen Aufklärungsrate. Das Rezept ist einfach: bezahle die Polizisten extrem mies und schon steigt der Gewinn der Clans, die Razzien bleiben weitgehend erfolglos und etlichen Ordnungskräften ist finanziell geholfen. So sollten alle Wertsachen an Bord bleiben und ja nicht offensichtlich am Körper baumeln. Gut zu wissen. – Gegen Mittag bummeln wir zu einem mediterranen Imbiss mit Austern, Krabbencocktails und mancherlei fischigen Leckerbissen. Ein Gratis-Korn wird gereicht – diese Art von Schnaps ist wahrhaftig nicht mein Ding. Selbstverständlich ersetzt dieser „Imbiss“ für uns das reguläre Mittagsmahl und wir retirieren gleich zur einem Verdauungsnickerchen. Im Anschluss kann ich endlich Wellen und Meer genießen. Ist das schön, das Klatschen wenn sich der stählerne Körper der Artania die Wellen spaltet, das Glitzern und Blitzen in der immerwährenden Bewegung der Wellen – ach ist das schön, nur ein wenig zu heiß. Brutale Hitze und hundertprozentige Luftfeuchtigkeit sind eine fatale Kombination. Ob ich hier unsere Kühle ein wenig mehr schätzen lernen sollte? Wer weiß? – Vor dem Dinner gibt es einen Empfang für die Gäste im Silber- und Goldservice. Kreuzfahrtdirektor, Kapitän, Hoteldirektor und die Servicetante erzählen Schwänke aus ihrem Berufsleben – eine unterhaltsame Veranstaltung. Wir essen gleich danach mal wieder in einem Restaurant. Die Gänge ziehen sich und man muss essen was auf den Tisch kommt – nur dass das hier unten die Küche bestimmt und oben im SB man das selber tun darf. Nun ja. Meine Showbegeisterte zieht es wieder in die Atlantik-Show-Lounge während ich etwas später Harrys Bar präferiere. Diesmal die schlechtere Wahl, denn die Show soll toll gewesen sein. Man kann halt nicht immer gewinnen 🤔😉. Kurz nach elf Uhr leert sich die Bar auffällig – Zubettgehzeit für die älteren Herrschaften auf unserem Senioren-Liner. So schließen wir uns an. Der Schlaf will heute nicht so recht, war wohl kein optimaler Getränkemix 😀😇. Aber wir haben morgen ja frei 😂.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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