Ende der Saison

Welch ein schöner Sommertag! Nein, ich lasse das Sternchen heute in Ruhe und genieße die Sonnenstrahlen. Wir spazieren durch den Ort und ich muss schweren Herzens einen nachlassenden Orientierungssinn konstatieren. Nicht, dass wir uns verlaufen haben – dazu ist diese Ansammlung von Häusern doch zu klein. Aber wir kommen beim Spazieren durch ein Sträßlein an ganz anderer Stelle heraus, als ich dachte. Das Ende der Saison – ich mag es irgendwie. Das typisch griechische Leben kehrt langsam zurück in die Dörfer, der prozentuale Anteil der Griechen steigt überproportional an, jeden Tag verbessert sich das Verhältnis enorm. Oma mit Enkel sitzen wieder sichtbar vor dem Haus, die Opas finden sich im Kafenion zusammen, eine winzige Tasse Mokka sowie ein großes Glas Wasser vor sich und sind nicht von Touristenscharen verdeckt. Zugegeben das superriesige Essensangebot im Hotel entwickelt sich von Tag zu Tag zum riesigen und schließlich zur großen Offerte zurück aber das ist egal, denn ich bin längst total abgefüllt. Im Speisesaal reduziert sich die Lautstärke auf ein angenehm gehörschonendes Maß. Das Hotel bereitet sich auf den Winterschlaf vor, einige Reiseleiter machen sich vom Acker. Nur wir bleiben bis zum letzten Tag. So soll es sein.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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