Erkältung

Das Jahr sprintet mit großem Elan auf sein Ende zu. Wir haben inzwischen sein Ende um eine Stunde hinausgezögert und in der Nacht kommt eine weitere hinzu. Während morgen daheim 2025 schon die Raketen und Sektkorken knallen werden, wird bei uns noch 2024 regieren. Wie es aussieht, wird mein Krankheitsjahr, um ja nicht aus seiner Rolle zu fallen, mit einer Erkältung sich verabschieden. Wie könnte es anders sein? – Nach der Turnerei, ein Erbe, das mir von ihm bleiben wird, gehe ich mehr oder weniger munter zum Vortrag über die Kapverden. Der Lektor Jörg Hertel hat es echt drauf und nimmt uns mit nach Praia. Die Kapverden verdanken ihren Namen dem Kap von Senegal, dem westlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents. Stark. Die Flagge ist unten blau, das Meer symbolisierend, es folgt ein weißer Streifen für die Hoffnung, ein roter im Gedenken an das vergossene Blut der Sklaven, darüber wieder ein weißer für Frieden und Freiheit, gefolgt von einem breiten blauen, der für den Himmel steht. Darüber sind kreisförmig zehn Sterne angeordnet als Symbol für die zehn kapverdischen Inseln. Gut zu wissen. Das Land ist arm, entwickelt sich aber langsam. Der Lektor war schon oft vor Ort und berichtet über anfänglich unverputzte Häuser, teils sogar ohne Dach, wo sich inzwischen schon viele bunte Hauswände und eine sich langsam aufbauende Infrastruktur zeigen. Ach ja, Hunde gibt es überreichlich aber alle mit übermäßig langen Beinen, ein Merkmal der einheimischen Köter. Das wird spannend. Besonders stolz sind die Kapverder auf Cesária Évora, einer Sängerin mit Weltruhm, die ich, Kulturbanause, nicht kenne. Bildungslücke 😢😩. Die Artania zuckelt derweil die afrikanische Küste entlang und will morgen gegen Abend in Mindelo ankommen. – Beim Lunch kann ich den angebotenen Gyros nicht widerstehen, selbst die Pommes dazu sind fast perfekt. Ich esse zu viel. ☹️. Ein schattiger Nachmittag auf dem Balkon bei äußerst angenehmen Temperaturen lässt uns entspannt dem Abend entgegengehen. – Die halbgare Ente Orange senkt allerdings meine Dinnerfreude spürbar und meine Erkältung tut ein übriges. So bleibe ich heute mal auf der Kabine und schwitze vor mich hin. Irgendwie muss es doch gelingen diesen unangenehmen Gast zu verabschieden. Die Nacht ist entsprechend leicht feucht und halsschmerzig. Doof.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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