Früh auf, Navi überlisten und ohne Ladestopp durch

Für meine Verhältnisse komme ich heute früh aus dem Seniorenbett. Gepackt ist schon und nur die morgendlichen Ritualgegenstände, wie Zahnbürste, Zahnpasta und so, wandern noch ins Köfferchen. Nach der Morgenandacht geht es los, Richtung Dömitzer Brücke (beim Elbtunnel wird sich der Ferienanfang bemerkbar machen, Geesthacht ist mit Baustellen umstellt und Lauenburg ist gesperrt). Es geht supergut voran, Tiger macht seine Sache perfekt, nur die Meldung, dass das Softwareupdate abgebrochen wurde, weil ich das Laden nebenbei erledigen wollte, ärgert mich. Weshalb bekomme ich darüber keine Info aufs Handy? Wie dem auch sei, eine mich anlächelnde Sonne begleitet meine Reise, ich trickse das dumme Navi aus, indem ich meine Zielführung in drei Ziele splitte und kann so meine geplante Route nehmen. Mit 50 Restkilometern komme ich am Hotel an, wobei ich auf den letzten zwanzig die Klimaanlage ausgeschaltet und die Geschwindigkeit gedrosselt habe, ich nenne das Ladesäulenmangelerscheinungen. In Heide lade ich dann Tiger an einer 50-kWh-Säule auf 80% auf. Anfangs hatte ich schlimmste Befürchtungen, denn die 50er-Säule ist besetzt und ich muss mit 22 kWh beginnen. Nur sechs Minuten später kommt zum Glück mein Nachbar und entkoppelt seinen Up. Das ist sehr gut. – Eine gute Stunde drauf bin ich wieder auf Achse Richtung Marktplatz, dem größten Marktplatz Deutschlands wie ihn die örtlichen Touristikexperten rühmen. Würde man größter Parkplatz Deutschlands sagen wäre das definitiv falsch 😉. Die City von Heide ist enttäuschend. Ich hatte sie irgendwie prächtiger in Erinnerung. – Dafür ist mein Hotel sehr gut, das Zimmer groß und gemütlich eingerichtet. Dem Restaurant spreche ich eine fette Empfehlung aus. Schon der ‚Gruß aus der Küche‘ ist delikat, die Büsumer Krabbensuppe allererste Sahne und selbst das – erwartungsgemäß gewöhnungsbedürftige – Schollenfilet Mailänder Art mit Parmesan überbacken schmeckt sehr lecker. Und wieder einmal habe ich mich überfordert und mein Magen malträtiert mich stundenlang mit seinen Protesten. Da muss ich durch und erstaunlicherweise wird es eine relativ ruhige Nacht.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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