Hochzeit

Frühmorgens verlassen wir unsere kurzbeinige Lagerstatt und wuchten uns in die Höhe. Wie sehr vermisse ich mein Seniorenbett. Doch es bleibt keine Zeit zum Klagen, denn wir feiern heute Hochzeit. Bereits um halb neun sind wir am Standesamt und warten auf das Brautpaar samt Eltern und Schwiegereltern. Unsere Gesellschaft umfasst 11 Personen, zulässig bei der Trauung sind nur 10. Selbstverständlich kennen die Beamten keine Ausnahmen – ich habe nichts anderes erwartet, denn ich kenne meine Pappenheimer aus der Verwaltung. Ich bleibe also draußen vor der Tür während drinnen eine Eheschließung vollzogen wird. Doch das war ja schon vorher klar denn ich bin ein Freiwilliger. Im Anschluss stoßen wir im Freien unter einem schützenden Dach mit Sekt an, während rundherum der Regen vor sich hin nieselt. Beim Paar daheim gibt es total leckere Dipps und eine ausgiebige Plauderei. Dann geht es zur Kirche zu einem Gottesdienst im kleinsten Kreis. Sehr gelungene Sache. Gerade noch vor einem wilden Regensturm gelangen wir wieder trockenen Fußes zurück zum Hochzeitshaus. Kaffee und Kuchen samt einer wundervoll gestalteten Hochzeitstorte laden zum Verzehr ein. – Um die Völlerei fortzusetzen sind wir abends in ein feudales Gasthaus eingeladen und schlagen uns den Magen voll. Ich habe aus früheren Magenüberforderungsgelagen gelernt und bleibe bei leicht verdaulichen Fischgerichten. Die Taktik bewährt sich. Zum guten Abschluss suchen wir noch einmal die Wohnung des Paares auf und ich lassen einen Gin Tonic auf meinen Magen lost. Der findet das gar nicht mal so schlecht. In der Ferienwohnung falle ich ins Bett und in Tiefschlaf, der fast bis zum Morgen währt. Trotzdem ist das keine auf Dauer empfehlenswerte Methode für gutes Schlafen 😉😇.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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