Jeder für sich

Meine Mitbewohnerin agiert heute aushäusig. Vormittags lässt sie sich bei einem Frauenfrühstück verwöhnen und nach der Mittagsruhe trifft sie einen ehemaligen Kollegen. Schön für sie. Ich kümmere mich ein wenig um unseren Kachelkamin und besorge Holz für die abendliche Wärme. – Helmut Lamparter findet in seinem Predigerkommentar hilfreiche Worte zu diesem Weisheitsbuch in der Bibel. Wie schon bei Hiob erfreut er mich mit seinen Auslegungen. – Außerdem beginne ich mit der Materialsammlung zum Lebensbild von Paul Gerhardt, bestelle ein paar Bücher (sehr günstig aus dem Gebrauchthandel) und lade die ersten Fotodateien herunter. Ich freue mich schon auf die weiteren Recherchen. – Mit zunehmender Verwunderung blicke ich auf den Donald jenseits des großen Teichs. Entweder entpuppt er sich irgendwann als genialster Staatsmann der USA oder als kompletter Narr. Wir werden es sehen, jedoch vorher gemeinsam mit unseren Freunden rund um die Welt viele Federn lassen. Dass das unsere US-Freunde möglicherweise ebenso treffen wird, tröstet mich gar nicht. Ein netter älterer Herr erklärt mir dagegen bei YouTube, dass das alles viel Sinn haben könnte und Vorteile brächte. Ich stutze zunächst, dann stellt sich heraus, dass dem sympathischen Graukopf ein Modell vorschwebt in dem sich alle Staaten quasi selbst versorgen und nur weniges von außen beziehen – offensichtlich das Gedankengut unserer Alternativisten. Schade, dass sie keine Realisten sind. ‚Zurück ins Mittelalter‘ scheint mir ein dürftiges, selbstmörderisches Wirtschaftskonzept zu sein. Aber, wer weiß, vielleicht „beglücken“ uns diese Wirrköpfe bald mit ihren „Visionen“. Wie heißt es so trefflich im Sprichwort: „Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis.“ Na dann munter voran. – Da schaue ich lieber einem noch jungen Staatsanwalt beim Ermitteln zu. Es wird normal spät bis die kurze Nacht beginnt.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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