Jesus kommt zu kurz

Morgens müssen wir uns eilen, denn die Podologin erwartet mich. Wir sind sogar rechtzeitig da, erstaunlich bei meinem Langschläfer-Gen. Doch sie ist noch beschäftigt. Dann tritt auf einmal ein Mitpatient auf, der ebenfalls zu einem naheliegenden Termin bestellt ist. Mir läuft es heiß und kalt den Rücken hinunter. Habe ich schon wieder ein Treffen verschwitzt, verwechselt oder falsch notiert? Die Frage steht mir quälend vor Augen. Bin ich wirklich schon so durcheinander? Das kann doch nicht sein! Und, Gott sei Dank, ist es tatsächlich nicht so. Diesmal hängt die Podologin zeitlich hinterher. Uff, der Felsbrocken, der von meinem Herzen fällt, ist riesig. – Daheim bin ich ziemlich erschöpft und muss mich dringend in eine Ruheposition begeben. Was bin ich doch schlapp. – Schließlich wende ich mich unserem Kaffeeautomaten zu. Er verlangt eine Reinigung und ist dabei extrem hartnäckig. Also Brüheinheit abspülen, abwischen, Kaffeemehl entfernen und wieder einsetzen. Die Restwasserschale entleeren und putzen, Düsen und Milchschlauch durchbürsten, Entkalkungstablette auflösen, Wasserfilter entfernen, Wasserbehälter leeren und mit Entkalkungsbrühe füllen, Reinigungstablette in die Einzelzuführung werfen und endlich den Reinigungsprozess starten. Die Maschine murkelt lange vor sich hin, fordert dann ein Ausspülen mit frisches Wasser, das sie wieder durch ihr Inneres drückt, schließlich noch einen neuen Wasserfilter. Fast fertig jetzt fehlt nur noch die Restwasserschale auszukippen. Welch ein langwieriger Akt! Danach sinke ich auf mein Lager, erhebe mich nur noch kurz zur Lunchaufnahme und gebe der Erkältung Raum zur Besserung, den sie auch zufriedenstellend nutzt. Nach dem Lunch suche ich erneut die Horizontale auf bis ich mich viel später für das Kommende präpariere.- Am Abend fahren wir nämlich zu Bibel und Brot in unsere Gemeinde, genießen frisches Brot mit Kräuterbutter, alternativ Kekse, dazu einen Kinderpunsch und ein Gespräch über die Weihnachtsgeschichte. Zum Abschluss feiern wir Abendmahl, das mir aber zu „unfeierlich“ abläuft mit Darreichungsworten, die seinen Sinn eher verschleiern als betonen. Mir wird dabei Jesus zu wenig erwähnt und sein Kreuzesopfer seltsam in den Hintergrund verschoben. Dennoch ist es eine liebe Runde mit einer ansprechenden Bibelarbeit. Ein lohnender „Ausflug“ in die Gemeinde! Daheim merke ich erst wie sehr mich das Ganze angestrengt hat und ich suche Entspannung zu finden. Das klappt perfekt. Das Lichtlöschen verlagern wir heute deutlich in die Nacht hinein und trotzdem lässt sich der gute alte Schlaf viel Zeit, ist aber ausdauernder und ein bisschen fester als letztens. Vorwärts immer, rückwärts nimmer Hoffentlich.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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