Kein Gottesdienst aber reichlich Puritaner

Ein Sonntag so ganz ohne Gottesdienst ist irgendwie doof. Es fehlt etwas wichtiges. Immerhin hören wir am Nachmittag einen Vortrag über die Puritaner, die von England in die Niederlande und von dort nach Nordamerika emigrierten – interessantes Thema, tiefschürfend ausgearbeitet und lahm vorgetragen. Es fällt mir je länger je schwerer einem Vortrag zu lauschen, der in Schriftsprache vorgetragen wird. Reden so wie einem der Schnabel gewachsen ist, wäre dagegen wie eine Verbeugung vor der Zuhörerschaft. – Vormittags nehme ich mir endlich Zeit für mein Tagebuch. Erfreulich an wie viel Ereignisse ich mich noch erinnern kann. Feine Sache. – Letztes Jahr um diese Zeit war hier das Wetter besser, es war wärmer und man konnte draußen flanieren. Heute ist es kalt, Windstärke 6 und ein paar Tropfen Regen. So verweilen wir im Inneren unseres großen Kahns. Ich muss konstatieren, dass es hier ziemlich wimmelt wenn die Außendecks nicht nutzbar sind. Ruhige Ecken sind zwar vorhanden aber nicht leicht zu entdecken. Zweifelsohne fehlt es, ein Bier oder ein Glas Wein unter freiem Himmel zu genießen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. In diesem Jahr ist es schwer dem kalten nordischen Wetter zu entfliehen. Ehrlicherweise muss ich allerdings eingestehen, dass wir draußen 16 Grad messen, während daheim eine Schneedecke die Landschaft verhüllt. Kälte ist nun einmal relativ 🤨😉🤔. – Unser Dinner führt uns zum Gosch. Eine phantastische Bouillabaisse stimmt mich bestens auf die Grillplatte ein, die Fisch in der genau richtigen Menge mit sich bringt. Zum Dessert passt die Rote Grütze perfekt. Gosch ist gut. – Die St.-Pauli-Fete auf Deck 4 und 5 erspare ich mir, schunkeln, die Nordseeküste, Shantys zum Mitsingen und ein Menschengewimmel in engen Räumen sind nicht meins. Dennoch ein netter Bordtag bis auf die stürmischen Außendecks. Zum Glück ist die See ruhig – Wellen in 2-m-Höhe sind eigentlich keine😀. Ahoi.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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