Wo ist bloß Deck 13?

Heute lasse ich das Frühstück ausfallen und mache endlich mal wieder meine Morgengymnastik. Dann geht es zum Tagebuchschreiben in die Schau-Bar. – Unser intellektuell hochbegabter Lektor berichtet, rhetorisch mit Luft nach oben, über Piraten, heute sind die mit Kaperbriefen legitimierten „offiziellen“ Seeräuber Thema. Die spanischen unbeweglichen bis zur Reling mit Gold und diversen Schätzen beladenen Handelsschiffe waren eine begehrte Beute bis die spanische Krone eine Kriegsschiffflotte, geführt von einem der Grausamkeit hingegebenen Admiral, zum Schutz der Karavellen aussandte. Das Leben auf den Weltmeeren war akut lebensgefährlich. Skorbut, Hunger und diverse Seuchen wurden zu ständigen Begleitern der Seeleute. Zwischendrin navigierten Kähne, die Auswanderer mit wenig Geld aber um so mehr Illusionen über den großen Teich schipperten. Daheim mordeten die Könige, auf See die Freibeuter und in der neuen Welt gegnerische Truppen im Wechsel mit den Ureinwohnern. Überleben war Glückssache. – Am Nachmittag erkunden wir die Außendecks. Wir wagen uns auf eine „Blaue Bank“ mit Glasboden, gelegen auf Deck 14, das in Wirklichkeit Deck 13 ist, was es aber nicht gibt und blicken zwischen den Füßen hindurch direkt auf Deck 5. Wow. Der Wind ist kräftig aber die Temperatur erträglich – passende Kleidung vorausgesetzt 😉. – Im Theater rockt es heute mächtig gewaltig. Wir überlegen lange, entschließen uns aber lieber per Bord-TV zuzuschauen, vor allem weil es am Gerät einen Lautstärkeregler gibt. Eine weise Entscheidung. Rockmusik in ihrer harten Form ist nicht so mein Ding. Dennoch muss ich mein vorschnelles Urteil über das Show-Team kräftig korrigieren. Die Mädels und Jungs sind echt gut, gesanglich einwandfrei und artistisch perfekt. Eine exzellente Truppe. Ich lerne erneut nicht vorschnell zu urteilen. Mit gedämpftem Ton ist die Show erstklassig arrangiert und sehenswert dargeboten. Weshalb allerdings die Autobahn in die Hölle so marktschreierisch angepriesen wird, kapiere ich nicht. Dieselbe dürfte doch jedermann aus seinem Alltag bestens bekannt sein. Ich würde da eher die „Ausfahrt Jesus“ hervorheben. Aber ich muss ja nicht alles verstehen. – Der Schlaf hat heute keine Lust, unterbricht sich oft und bringt irre Träume mit. So isser halt mitunter. Seufz.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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