Schnee – der natürliche Feind der DB

Die Nacht hat es ein wenig geschneit, nicht viel aber doch ein weißer Schleier. Wir sind früh auf den Beinen, ein Freund holt uns gegen halb zehn ab. Wir haben uns entschlossen einen Zug früher zu fahren, um in Hannover eine Stunde Aufenthalt zu haben und nicht nur neun Minuten. Eine echt weise Entscheidung. Am Bahnhof steht schon ein „Enno“ bereit, wir freuen uns aufs frühzeitige Einsteigen, doch er steht auf dem Nachbargleis und hat nichts mit uns zu tun. Schade. So warten wir auf Gleis 4 bis die Durchsage kommt, dass es auf Gleis 8 mit 30 Minuten Verspätung losgeht. Also runter in den Tunnel und wieder rauf. Wir warten geduldig (was sonst?) und irgendwann trifft Enno aus Hannover ein, wir finden Sitzplätze und er fährt pünktlich mit 30 Minuten Verspätung ab. In Lehrte darf er nicht weiter, wir müssen alle raus, runter in den Tunnel und zu S-Bahn. Selbige ist proppenvoll, wir passen noch rein und zwei junge muslimische Frauen machen Platz für uns Alte. Wir sind sehr, sehr dankbar. In Hannover im Tunnel gehen wir in aller Ruhe zum Gleis 12 für den Regionalexpress nach Bremerhaven. Die Rolltreppe nach oben funktioniert sogar. Stark. Pünktlich (!!) fährt der Zug ab, zwar auf Gleis 11 aber da muss man nur nach gegenüber gehen. Für die bahntypisch-nötige Verspätung sorgt ein vorausfahrender Güterzug aber immerhin kommen wir wohlbehalten am Zielbahnhof an. Frost und Schnee sind die natürlichen Feinde der Bahn, diesmal waren Signale eingefroren und der Hauptbahnhof in Hannover überbelegt. Unser Niedersachsenticket beschert uns eine Busfahrt bis in Hotelnähe, wir holen die Schlüsselkarte und fallen ins Bett. Uns fehlt einfach die Motivation noch einmal in die grimmige Kälte hinauszugehen. Wir wollen gesund aufs Schiff kommen. Die Nacht ist okay.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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