Diamantfrühstück

Unser Früheinsteigerpaket ermöglicht uns ein Frühstück im Diamanten, also am Prachtfenster am Heck. Wir schauen auf den Wirbel der Schrauben, wohl Propeller genannt, und lassen uns am Tisch ein Frühstück servieren. Im Unterschied zum SB-Restaurant ist es eingeschränkt, aber hat alles was wir uns am Morgen so wünschen. Vor allen Dingen herrscht hier ein Ruhe, nicht die Hektik an den Selbstbedienungstheken, eher die gepflegte Stille zufriedener Menschen bei ihrer ersten Mahlzeit am Tag. Wunderbar. Allein das in Kombi mit dem frühen Einchecken lohnt die Investition. Unser erster Bordrundgang führt uns zur Rezeption mit einer langen Schlange von Mitreisenden, die irgendein Anliegen hierher führt. Daneben erstreckt sich eine noch viel längere Menschenreihe. Sie haben Smartphones in ihrer Hand und warten geduldig bis sie zu einem Tisch kommen und über – was auch immer – beraten werden. Ein Blick auf den Tagesplan verrät, dass dort eine Internetberatung stattfindet. Und die hat durchaus ihre Berechtigung. Ich probiere auch geduldig und scheitere immer wieder kurz nachdem die Verbindung angeblich aufgebaut wurde. Es dauert einige Zeit bis ich merke, dass es an einer Trackingeinstellung liegt, diese einfach ausschalten und alles ist perfekt. Fast natürlich nur, denn nach einiger Zeit aktiviert sie sich erneut. Wunder der Technik – aber zu managen. Schließlich erschließen sich die unendlichen Weiten des weltumspannenden Netzes – nur begrenzt durch die zulässige Höchstgrenze von 7 Gigabyte. Meine Mitreisende tut sich noch die Begrüßungsveranstaltung im Theater an, ich bleibe „daheim“ und schalte nur das Bordfernsehen an. Offensichtlich ist, wie soll ich es möglichst freundlich ausdrücken, nicht die erste oder zweite Garde der Unterhaltungskünstler an Bord. Schlüpfrige Witze haben sie schon drauf aber echten Humor? Zweifel sind angebracht. Doch der Schlaf ist an Bord recht okay.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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