Keine Erste-Blick-Liebe

Im Frühtau geht es nach Bremerhaven. Wir bringen Freunde zu ihrer Kreuzfahrtabreisestation. Gerne würde ich mitfahren aber die Gesellschaft will mir partout nicht ähnliche Sonderpreise einräumen. So muss ich wohl eine arme Landratte bleiben. Die Autobahn ist recht frei und wir kommen sehr gut durch, mein Navi findet sogar den besten Weg zum Hotel. Klasse. Unser erster Eindruck von Bremerhaven ist dagegen niederschmetternd. Welch eine desillusionierende Fuzo! Welch nervige Straßenfluchten hin und zurück! Selbst ein Eis in der zugigen Shoppingmeile – Wolfsburg nicht unähnlich – tröstet wenig. Der Weg durch die Einkaufszentren an die Küste ist menschenarm, an der Weser ist es trübe und es weht ein kräftiges Lüftchen. Allein eine Schleuse in Betrieb sorgt für ein wenig Unterhaltung, jedoch ein starkes Restaurant mit gaumenfreundlichen Speisen sowie nahezu perfekten Cocktails versöhnt uns ein wenig. Ansonsten ist aber alles öde, selbst die Suche nach einer Kneipe für ein kleines Scheidebecherchen bleibt ohne Erfolg. Unser Hotel bietet uns netterweise eine Zuflucht im Frühstücksraum. Die Dependance von Bremen reizt uns, kurz resümiert, nicht gerade zu Sympathiebekundungen.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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