Laufen, laufen, laufen …

Vormittags schlendern wir den Rhein entlang Richtung Rüdesheim. Leider können wir die passierenden Schiffe kaum sehen, denn ein Flussarm, von Inseln abgetrennt, behindert die Sicht. Nach langer Wanderung kommen wir an eine wunderbar offene Stelle, fast direkt neben der Fahrrinne, völlig freie Sicht und sogar einer Bank, perfekt platziert. Nur – es lassen sich keine Schiffe blicken. Vater Rhein fließt ebenso träge wie unermüdlich an uns vorbei, die Sonne lacht vom Himmel aber außer abgebrochenen Ästen oder kleinen Grasinseln schwimmt auf ihm nichts dahin. Wir warten und warten, ich befrage die Positions-App für Wasserfahrzeuge – die allernächsten Binnenkähne sind so weit weg, dass wir noch mindestens zwanzig Minuten aufs Wasser starren müssten bis eins vor der Bank dahingleitet. Seufz. Also Rückzug. Auf halbem Wege sehen wir viel später dann endlich von Ferne ein paar Aufbauten durch die Bäume der Flussinseln blitzen. Man kann halt nicht immer gewinnen. Seufz. – Auf unserem Balkon sitzend sehe ich zum Trost eine Vielzahl von Last- und Kreuzfahrtschiffen passieren – unser Fernglas verkürzt die Entfernung deutlich. – Mühevoll überzeugt oder überredet, wie auch immer, mich meine Mitwanderin zu einem weiteren Spaziergang zum Probierstand in Oestrich, auf einem mir bisher unbekannten Wege. Ich staune wie schnell wir auf dieser Verbindung dort ankommen. Beim Genuss von Hibernaltrauben, vergoren und gelagert, ergießt sich ein mächtiger Schauer auf das Dach. Wir sitzen trocken darunter und lernen ein ortsansässiges Ehepaar kennen. Nette Plauderei. – Zwischen zwei Regengüssen geht es zurück, trockenen Fußes kommen wir am Hotel an, nur auf dem kurzen Weg zum Italiener erwische und eine weitere Dusche. Zum Glück sind zwei Plätze im Pavillon frei und ich erquicke mich mit einer Tortellini-Suppe und absolut leckeren Spaghetti mit Tomaten-Chili-Sauce. Perfekt. Der Weg zurück ins Hotel gelingt ohne nervige Bewässerung von oben. Heute waren es über 12.000 Schritte. Meine Zeit!!! – Für den Balkon ist es inzwischen zu kalt und so bleibt mir nur das Lesen – Fernsehen muss ich nicht haben. Früh geben wir uns der Nachtruhe hin und ich muss wieder einmal konstatieren, dass reichliche Flüssigkeitszufuhr für kürzere Schlafintervalle sorgt 😠😒, wenigstens im Alter.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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