Stimmungslifter

Vormittags räumen – Mittagsschlaf – nachmittags räumen – abends Zwiebelkuchen und junger Wein – erweist sich als gelungene Kombination. Der junge Wein am Abend spült den Papierstaub aus der Lunge (keine Ahnung wie ihm das gelingt) und holt, in gemeinsamer Aktion mit dem Zwiebelkuchen die Stimmung wieder aus den tiefsten Kellerräumen ins Obergeschoss. Geht eigentlich ganz schnell. Zum Glück.

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In Bewegung

Ja, ja, die Post, sie soll die Sendung in Danndorf ablegen, transferiert sie aber nach Vorsfelde. Er bleibt unberechenbar – der gelbe Laden. Ein anderer Paketdienst liefert unheimlich schnell einen Garderobenständer aus. Das ist ein tolles Gerät: superleicht aufzubauen ohne Werkzeug, bietet riesig viel Platz und ist sagenhaft stabil. Ich bin echt begeistert. – Die Bibelstunde ist von unserem Gott gesegnet und überrascht mich äußerst positiv. Natürlich ist das 13. Kapitel des 1. Korintherbriefs sehr ansprechend und sehr herausfordernd. Ansonsten hocke ich in unserer vollgekramten Wohnung – der Schatten der Renovierung breitet sich im renovierten Teil unaufhaltsam aus. Das kann noch heiter werden!

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Defizitäre Tageslage

Die Post ist ein lustiger Club. Man kann das avisierte Paket am Liefertag woanders abgeben lassen. Der Liefertag wird exakt benannt, nur ist er unverbindlich. Im Klartext: mein Paket soll am nächsten Tag kommen, beim spätnachmittäglichen DHL-Besuch werde ich aber unterwegs sein und will daher die Sendung gegen Abend in der Poststelle abholen. Klare Sache, aber nicht bei der Post. Zugestellt wird nämlich erst zwei Tage später, da bin ich zwar zu Hause jedoch landet die verspätete Ware am Umleitungsort. Gerade heute schließt dieser um 12 seine Pforten. Toll, warte ich halt noch einen Tag. Man hätte ja mal nachfragen können, wenn es später wird. Tut man aber nicht. Was man nicht kann, sollte man lassen. Ich rühre dieses gescheiterte Tool jedenfalls nicht mehr an. Wegen einer Bibelstundenvorbereitung komme ich ebenfalls nicht zum Ausräumen für die anstehende Renovierung. Als Sahnehäubchen des Tages erhalte ich noch die Gewissheit, dass mein Weisheitszahn operativ extrahiert werden muss. Ich bin begeistert. Es gibt Tage …

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Genial geht anders

Etwas wird mich wohl mein Leben lang verfolgen, zwar selten auftreten aber wenn, dann heftig. Eine fette Pappe steht vor mir. Sie ist mit einer unverständlichen Anleitung angeblich anschaulich bedruckt. So beginnt er immer der Kampf mit einer Umzugskiste im Auslieferungszustand. Ich soll zwei Laschen, links und rechts, nach innen falten, die so angereicherte Bodenhälfte 1 runterklappen. Dann wird die gegenüberliegende Bodenhälfte 2 nach innen geknickt. Aha. Aber es gibt keine Laschen. Der Boden ist rundum geschlossen. Nach verzweifelten Versuchen, drei oder vier Panikattacken und einiger nicht wiederzugebender beleidigender Ansagen an die Kiste, die eigentlich gar nichts dafür kann, später, fällt meiner mit immer noch guten Augen gesegneten Mitleidensgefährtin ein kleiner Schriftzug auf: Abrisskante (oder so ähnlich). Es macht „Klick“. Wenn man die Pappe dort abreißt – sie ist sogar perforiert – bilden sich automatisch die arg vermissten Laschen, links und rechts. Der Rest ist einfach. Nur sehr haltbar sehen die Kisten am Ende nicht aus – ich habe da schon erheblich stabilere Kisten bei dünnerer Pappe kennengelernt. Nicht jede chaotische Faltungsidee muss genial sein. Nein, wirklich nicht!

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Alte und Ärzte

Wenn man nur zu einer einzigen Frage seinen Arzt aufsucht, bekommt man möglicherweise eine gute Auskunft. In jedem Fall wird er (oder sie) wenn er halbwegs gut im Geschäft ist, die Krankenakte nach zu empfehlenden Untersuchungen durchsehen. Das hilft einerseits seiner Bilanz und andererseits – wenn es nicht überzogen wird – dem Patienten. Und meine Ärztin überzieht eben nicht, ist freundlich und kompetent. Ich staune wie lange meine Routineanalysen zurückliegen. Im Alter ist so ein Check-Up noch besonders spannend. Der Allgemeinzustand befindet sich in monatlich wachsender ständiger Wechselgefahr. Also warte ich es mal ab. Die Spannung spare ich mir mutig auf bis zur Zeit nach meinem Urlaub. Abends bleiben wir bei netten Freunden hängen und so findet der Tag ein gemütliches Ende mit einer nächtlichen Cabriofahrt. Natürlich oben ohne. Das hat was.

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Kleinvieh

Mein Büro leert sich – kaum. Kleinigkeiten halten nun einmal beim Aus- und Aufräumen auf. Das ist durchaus frustrierend. Immerhin habe ich heute ein kleines Regälchen ausgeräumt. Wenn ich in dieser Geschwindigkeit weitermache bin ich mit etwas Glück in einem halben Jahr fertig. O Graus! Das wird stressig enden! Und dann will auch eine Festplatte nicht mit meinem Rechner zusammenarbeiten. Es dauert natürlich bis ich endlich merke, dass beim Aufsetzen des neuen Rechners damals ein Programm auf der Strecke geblieben ist. Also downloaden, Knete rüberschieben und freischalten. Userschicksal.

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Rennen oder spazieren

In Wolfsburg traben Langstreckenfreaks quer durch die City. Alternativ Bewegte kommen dagegen nicht oder nur sehr schwer durch. Also halten wir uns fern und riskieren keinerlei Wartefrust. Auch im Internet gibt es einen feinen Gottesdienst. Das ist prima. – Wochenlange Hitze, mangelndes Interesse und bequeme Loungesessel hielten mich dieses Jahr von neuen Baugebieten fern. Heute staune ich. Da ist ja wirklich eine große neue Siedlung entstanden. Und die Grundstücke sind bei weitem nicht so winzig wie in der Nachbarstadt. Hoch in Mode sind kellerfreie zweistöckige mehr oder weniger quadratische Gebäude. Auch Säulen, mal fett, mal ausgeprägt fett, scheinen sich wachsender Beliebtheit nicht erwehren zu können. Wer’s mag. – Und dann entdecke ich im Prime-Angebot eine volkstümliche TV-Serie, die meinen schlichten Erwartungen voll entspricht. Ich ziehe mir eine Folge nach der anderen rein, wiewohl sie alle recht ähnlich konzipiert sind. Ob ich sie morgen noch kostenfrei konsumieren darf ist bei Amazon niemals sicher. Die Jungs und Mädels wollen Knete ziehen und nicht kostenloses Vergnügen verbreiten. Appetit wecken und sich das Gericht teuer bezahlen lassen. Business pur.

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Alles roger, mehr oder weniger

Die Kramerei geht weiter. Meine Zeit, was haben wir alles in den Schränken! O weh, wie viel Geld habe ich für CDs mit inzwischen nicht mehr verwertbaren Cliparts, Programmen und Dokumentationen „verbrannt“! Alles ist jetzt nur noch Müll und landet – ja wo eigentlich? Das Bundesumweltministerium sagt, dass CDs und DVDs leicht zu recyceln wären und man sie entweder zum Elektroschrott oder in den gelben Sack legen sollte, selbst wenn sie eigentlich kein Verpackungsmüll seien, denn für die schwarze Tonne wären sie zu schade. Der Landkreis will sie in die schwarze Tonne verbannen. Können sich die Umweltfuzzis denn nicht mal einigen? Und was ist mit den Plastikhüllen? Die müssten doch noch leichter der Wiederverwertung zuzuführen sein? Darüber ist in den Abfall-ABCs nichts zu finden. Alles Schrott oder was? Wie dem auch sei, inzwischen habe ich einen übergroßen Schuhkarton mit silbernen Scheiben gefüllt und daneben einen Turm mit durchsichtigen Klappboxen errichtet. Und was mache ich mit den Foto-CDs? Sind die noch lesbar? Aber ich will doch aufräumen und nicht meine Zeit als Diskjockey verplempern! Zwei Stunden Arbeit bringen nur ein leicht entleertes Kleinregal. Und meine VHS-Kassetten bei denen es mir an einem adäquaten Wiedergabegerät ermangelt? So lange ich nur solche Probleme habe, kann ich sehr zufrieden sein, stelle ich fest. Als positives Tageserlebnis können wir die Weitergabe einer Tischtennisplatte und zweier Hängematten an interessierte künftige Nutzer vermelden. Alles wird gut.

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