Tributzahlung

Die Erkältung fordert ihren Tribut ein. Zu Hause bleiben, Gottesdienst online hören und das Bett hüten. So ist es.

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Hochzeit und Virenermutigung

Mein Erkältungsgrad ist so, dass ein Tag Ruhe möglicherweise alles zum Guten wenden würde. Andererseits sind wir zu einer Diamantenen Hochzeit eingeladen. Ich schwanke wie ein Ast im Winde. Okay, es sind ältere Herrschaften da wir es schon nicht so lange dauern, denke ich. Doch da täusche ich mich. Sie haben viele ältere Kinder, jüngere Enkelkinder und ganz junge Urenkel. So wird es ein vielfältiger, gesprächsintensiver und äußerst langer Tag. Das ist einerseits sehr gut für uns alle am Nachmittag und Abend, andererseits sehr aufmunternd für meine Viren. Kurz vor ihrem Absterben bekommen Letztere neue Kraft und sammeln sich erneut zur Attacke. Schwitzen und anfänglicher Schüttelfrost lassen Böses erahnen, doch das Eine hilft letztlich gegen das Andere. Gut so.

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Lehrreiche Unpässlichkeiten

Man soll mit krankem Kopf keine Computermigration starten. Man soll die Migration von einem alten zu einem neuen Mac geduldig angehen. Man soll dabei keinesfalls vorschnell handeln. Drei Lehren, die der heutige Tag bringt. Drei Lehren, die ich sträflichst vernachlässige und so die Folgen einkassieren darf. So ist das Leben – man ist an vielem selbst schuld, keine Frage. So bleibt Vertrauen, dass man irgendwie und irgendwann dieses alles ausbügeln kann. Erst einmal gesund werden. Der Rest kommt schon noch. Außerdem bin ich doppelt traurig – draußen lacht die Sonne und ich hüte mein Haus – warum konnte ich nicht in der kalten Zeit meine Krankheit pflegen? Ja, ich gebe es ungern zu, manchmal motiviert kalter Regen mehr. Unglaublich.

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Kleinviehmistsammler

Mit jedem neuen Vertrag erschließen sich tiefschürfende Erkenntnisse, vor allem in der Versicherungswirtschaft. So hat meine Gesellschaft bei Kfz-Versicherungen einen 3000er-Rhythmus, in 3000-er-Sprüngen jährlicher Fahrleistung erhöht sich der Versicherungsbeitrag. Gerade die oft so interessante 10.000-km-Grenze befindet sich dadurch im höheren Segment. Und die 15.000-er ebenso. Wer nichtsahnend aufrundet wird abgestraft. Was für ein Zufall! Und bei der Hausrat rechnet man Schäden durch Abwasserrückstau oder Regenkanalüberflutung zu den Katastrophenschäden. Alle anderen Schadensmöglichkeiten kommen in unserer Gegend ja auch nicht in Betracht, aber der Regenwasserkanal kann ja immer mal überlaufen. Und, zack, hat man den Normalkunden auch im Katastrophenzusatzkostenkasten. Die Kundenmelker mit den goldenen Fingern sind am Werk. Es ist schon beachtlich mit wie viel Feingefühl bereits kleine Zusatzbeträge Zuwendung erfahren. Kleinvieh macht auch Mist, heißt es. Und so ist es. Honi soit qui mal y pense.

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Unwohl

Draußen lacht die Sonne und drinnen hustet und schnupft es neben mir im Bett. Endlich ein toller Tag und mir ist nicht so recht wohl. So ist das Leben. Eben. Außerdem bemerke ich, dass Hermes ein recht unzuverlässiger Zustelldienst ist. Schade.

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Sonne und Viren

Heißersehnt und heute ist er da – der Frühling. Es ist merklich wärmer, wir brechen auf zu einer Tour zur Autostadt und lösen dort ein paar Gutscheine ein, essen Spaghetti al dente und lassen uns eine Apfelschorle schmecken. Der Wind ist zwar noch recht frisch aber an geschützten Plätzen ist es sehr angenehm. Ich atme tief durch. Wohl etwas zu tief, stellt sich zu Hause heraus. Eine Erkältung macht sich bemerkbar. Zuerst fällt sie meine Ansteckungsfährtin und diese sinkt hustend und niesend auf die Couch und bald auch ins Bett. Mit mir ringen die Viren noch ein wenig, ich befürchte aber, dass sie über kurz oder lang trotz allem Sträuben gewinnen werden. Immerhin kann ich noch eine umfassende Datensicherung bei meinem uralten Mac einleiten, die ihn wieder heißlaufen lässt. Er glüht sehr häufig in der letzten Zeit. Im Alter kommt man halt ins Schnaufen – ob Mensch oder PC. Sehr, sehr spät bzw. sehr, sehr früh, sinke ich in die Arme des guten alten Morpheus. Dann kann es ja noch nicht gar so schlimm um mich stehen. Hoffentlich.

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Chillen, bestellen und husten

Es geht müde voran. Zwar höre ich eine gute, doch in meinen Augen sehr individuell geprägte Predigt doch ansonsten zeichnet sich ein chilliger Ostermontag ab. Lesen, lecker speisen, Mittagsruhe und alles noch mal von vorn. Daneben gebe ich ein klein wenig Geld aus und schließe so mein IT-Erneuerungsprojekt vorerst ab. Ein lahmer Maigret und mein heißgeliebter englischer Detective Chief Inspector runden den Fernsehabend ab. Angesichts eines hohen christlichen Festes habe ich den Tag wohl sehr eigen verbracht. Aber wieder einmal muss das Wetter herhalten, wie so oft, die Kälte zieht mich einfach runter. Mein Winterschlafmodus ist offensichtlich noch voll aktiv. Außerdem schleicht sich eine Erkältung langsam an und belegt meinen Rachenraum mit Beschlag. Meine Osterbegleiterin hustet schon kräftig vor sich hin und wirkt leicht angeschlagen. Das vernebelt eine hoffnungsvolle Zukunftsschau durchaus. Abwarten.

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Ostern

Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Amen! Wie kann eine so tolle Botschaft nur mit so kaltem Wetter verbunden sein? Ich freue mich – wie immer mit Zittern und Zagen – auf meine Moderation. Es ist ein schöner und interessanter Gottesdienst. Danke, Herr! Wir treffen viele Menschen und plaudern miteinander. Ich habe meinen Anzug an und sehe, für meine Verhältnisse, echt festlich aus. Und wieder bestätigt sich: es ist ein tolles Gefühl die Krawatte abzulegen und den Anzug zu verlassen. Das Gefühl von Freiheit macht sich breit. Für einen Osterspaziergang ist es mir zu frostig und so entzünden wir ein lustiges Feuerchen im Kachelofen und genießen unser privates Osterfeuer. Das tut wohl. Der gut durchgegorene Scheurebensaft in Kombination mit einem akzeptablen Fernsehprogramm tun ein Übriges und so lassen wir den Osterabend beschaulich ausklingen. Immerhin sind wir um weiße Ostern noch einmal herumgekommen. Hervorragend.

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