Alte Medien, erste Liebe und bunte Bilder

Wir diskutieren und spekulieren über die Zeichenhandlungen der biblischen Propheten, die Zumutungen Gottes und die Wirkungen der Zeichen auf die Menschen der damaligen Zeit. Ja, wenn man bedenkt, dass es neben der mündlichen Kommunikation, kurz Klatsch und Tratsch, keine ablenkenden Medien gab, kommt diesen symbolischen Handlungen eine sehr große Bedeutung zu. Die Schilderungen darüber werden in Windeseile die Runde gemacht haben und zu vielerlei Spekulationen Anlass gegeben haben. Insofern waren sie damals natürlich viel nachhaltiger als pure Worte. So habe ich das noch nicht gesehen, klingt aber sehr logisch. Abends im Gottesdienst geht es um die Liebe, die erste Liebe zu Gott, die man in aller Alltagshektik schnell verlassen kann. Gute Auslegungen zum Miteinander in der Gemeinde und zur intensiveren Beziehungspflege zu Gott, zu Jesus, stimmen nachdenklich. Im Reich der Illusionen und bunten Bilder lassen wir uns dann nach Italien „entführen“, in den südlichsten Teil des Stiefels. Trotz des späten Endes des gestrigen Tages – heute morgen gegen drei Uhr – und dem frühen Beginn des Morgens – gegen neun Uhr – war alles sehr schön und hat uns sehr gefreut. Netter Sonntag.

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Schlemmertag

Das Leben ist voller Widersprüchlichkeiten. Ich liebe eine dezente, kleine erste Tagesmahlzeit und nehme dennoch eine Einladung zum Frühstück an. Es kommt, wie es kommen muss, ich überfülle mein Verdauungsorgan und schleiche leicht gequält heim. Selbst schuld, ich weiß. Eine recht kurz erscheinende Mittagspause später erhebt unsere Dinnereinladung drohend ihre Auflaufform. Ja, erst sind wir Gast und dann kommen zu uns Gäste. Das beste Programm zur Expansion des Körpervolumens. Dann man los. Es wird ein vielfältiger, interessanter und sehr langer Abend. Erschöpft sinken wir auf unser Lager und ich bin sehr froh, dass zwischen den Mahlzeiten die Einleitung zum Gottesdienst fertig wurde. Beruhigend.

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Scheitern

Ich setze heute meinen aussichtslosen Kampf gegen mein Fett fort und marschiere trotzdem stramm auf ein Desaster zu. Isso. Ist nicht zu ändern. Basta. Wollen habe ich wohl aber vollbringen das Abnehmen gelingt mir nicht. Ich muss lernen mit meinem Scheitern zu leben. Die Vorbereitung für den Sonntag vermeide ich erfolgreich und die Bibelstundentexte umgehe ich trickreich. So habe ich mein Tun. Es ist ein Tag zum Luftholen, denn die nächste Woche wird hart. Und dann erinnert mich mein Zahnarzt an die fällige Routinekontrolle. Auch das noch!

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Mastkur

Zwei unausschlagbare Einladungen an einem Tag. Das wird übel enden, wenn ich an mein Gewicht denke. Und es wurde voll übel. Nein, nicht die Einladungen selbst, auch nicht die Plaudereien und noch viel weniger die offerierten Speisen, voll übel sind die gravierenden, zermürbenden, erfolgzerstörenden und deprimierenden hammerartigen Wirkungen auf das, was meine armen Füßchen täglich bewegen müssen. Nach einem motivierenden Jahreskampf um jedes Gramm werden die Triumphe eines ganzen Jahres in wenigen Wochen platt gemacht – oder sollte ich besser sagen aufgeblasen? Merde! Mein heldenhaftes Ringen war umsonst! O tempora o mores! Davon einmal abgesehen, wenn ich überhaupt davon absehen kann, ist es ein vergnügliches Miteinander, einfach ein interessanter Nachmittag, gefolgt von einem heiteren Abend. Schade nur, dass einer meiner Freunde nach gesundheitlichen Problemen so abgeklärt wirkt, man kann ihn gar nicht mehr „auf die Palme bringen“. Mitunter möchte er schon doch dann bremst er sich aus und bleibt gelassen. Ist ja auch nicht schlecht, altersgerecht sozusagen. Man wird halt milder.

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Vertrauen

Eine weitere Reise ist in trockenen Tüchern – wenn der Herr will und wir leben, natürlich. Es geht ins ferne Namibia. Wir freuen uns, auch wenn bis dahin noch manche andere Reise und viel Zeit ins Land gehen wird. Wir werden, so Gott will, komfortabel reisen und uns ein wenig Luxus gönnen. Hoffentlich werden wir dadurch nicht überheblich oder prahlerisch, denn das wäre total blöd und unwürdig. Ganz einfache stille Freude über das, was Gott uns schenkt, was er uns ermöglicht, halte ich für geboten und angemessen. Möge der Herr uns mit dieser Haltung segnen. Am frühen Nachmittag eile ich – ohne Mittagsruhe (!!!) zu unserem Gotteshaus und beschaue ein Objekt, das zum Kauf angeboten wird. Ich bin recht begeistert und würde es sofort für unsere Gemeinde erwerben, wenn ich das Geld dafür hätte. Habe ich aber nicht. Schade! Und dabei würde es sich so toll in unser Ensemble einfügen. Mancher Traum sollte sich wirklich mal erfüllen! Es lohnt sich das durchzurechnen. Was haben wir und was würde uns die Bude im Monat kosten? Gibt es Freiwillige, denen diese Investition monatlich oder einmalig ordentlich was wert wäre? Aber – Träume hin oder her – ich vertraue auf unseren Vorstand, der mit viel Sachverstand sicher beurteilen wird, was geht und was nicht. Was nicht geht, geht eben nicht. So ist das Leben. Das ist die eine Seite. Außerdem vertraue ich Gott bei dem auch das geht, was nicht geht. Er muss nur wollen. Er ist eben Gott. Das ist die andere, die entscheidende Seite. Toll so einen Herrn zu haben! Wir nehmen das „Ja“ und das „Nein“ dankbar aus deiner Hand. Amen.

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Nur mal kurz

Nur mal kurz zwischendurch will unser Versicherungsagent hereinschauen, um uns ein paar Erläuterungen zu neuen Versicherungsbedingungen zu geben. Gut eine Stunde später verlässt er uns etwas frustriert (vermute ich, abspüren kann ich ihm das noch nicht einmal ansatzweise) ohne Unterschrift und ohne eingeplanten Neuvertrag. Bei dem einen kann er eine Frage nicht beantworten und beim anderen ist seine Gesellschaft fast doppelt so teuer. Das ist ein bisschen arg happig. Am Nachmittag will ich nur mal kurz die Kandidatenvorstellung der Stadtmission erledigen. Gegen halb zehn bin ich fertig. Nur mal kurz wird jetzt meine Korrekturlesesspezialistin aktiv werden. Nur mal kurz. Natürlich findet die Länge der Tätigkeit ihren tieferen Grund nicht im Inhalt der Publikation, sondern in einer Neuinstallation hier, einem Fotoproblemlein da und einem bockigen Programm mittendrin. Gott sei Dank ist das alles nicht schlimm, denn hinter mir lauert kein Berufsalltag. Es fällt leichter gelassen zu bleiben und sogar ein wenig zu experimentieren. So ist es gut.

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Podologie, Köttbullar und Rumänien

Meine Treterchen erfahren heute eine wohltuende Pflege. Sehr schön. Unser neuer Audi überrascht uns dagegen mit einer kleinen Delle im Dach. Na toll! Das geht ja gut los. Darüberhinaus ist der Besuch bei meiner Mum leider entbehrlich, denn unsere Informationen über die Speiseneinnahmezeiten im Heim erweisen sich als fehlerhaft. „Back Home“ stellt sich ein weiterer Wochentermin ein, der unbedingt selbstständig bleiben will und sich jeder Kombination mit einem anderen verweigert. Schade. Auf meinem Mittagstischteller überrascht mich so eine Art Köttbullar mit Semmelknödeln. Lecker. Einer ausgiebigen Mittagspause mit anschließender Kaffeezeit schließt sich ein Kleidertransport nach Rumänien an. Nun ja, wenigstens der erste Teil der Strecke bis nach Kunrau. Beim letzten Besuch war die Scheune noch rappelvoll und inzwischen ist sie knallleer. Also schaffen wir die erste Grundlage für eine weitere Kleiderreise per LKW. Ein halbes Jahr und geschätzt tausend Säcke später könnte die Fahrt ihre Fortsetzung finden. Nur Geduld, liebe Klamotten!

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Mauern

Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen – ein gutes Wort zur Taufe und ein tolles Thema für den Gottesdienst. Unsere Grenzen sind bedeutungslos für unseren Gott. So ganz nebenbei ist mir aufgefallen, dass nicht dort steht, mein Gott hebt mich über die Mauern, nein, losspringen muss ich im Vertrauen auf ihn schon selbst. Vertrauen ist nötig, Vertrauen ist wesentlicher Inhalt unserer Liebe zu ihm. Schön so ein Gottesdienst! Während draußen das Wetter mich kalt lässt, kuschel ich mich drinnen in die Couchecke, freue mich über unsere Zentralheizung und spiele ein wenig mit unserer Beleuchtung. Nun ja, zugegeben, mit der Mauernspringerei habe ich es heute nicht so, irgendwie ist mir dafür zu kalt – doch wenn ich heute losspringen sollte, hätte ich wohl ein Problem 😉. Ob ich auf den Kanaren sprungbereiter wäre? Wer weiß?!

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