Es soll ja Menschen geben, die Abwechslung so lieben, wie das tägliche Brot. Ich gehöre offensichtlich nicht dazu. So ein überzeugter Routineliebhaber war ich allerdings auch nie aber das Leben präferiert offensichtlich feste Bahnen, sowohl im Beruf wie im Alter. Schön, wenn man ab und an mal „flüchten“ kann. Auf diese Zeiten freue ich mich immer ganz besonders, wenn auch mit Zittern und Zagen, sobald sie direkt vor der Tür stehen. Es ist zwar lächerlich aber all das wird mir bei einer klitzekleinen Winzigkeit bewusst. Heute lasse ich den Kaffeeautomaten mal Milchkaffee zubereiten und der ist schmackhafter als ich dachte. Routinemäßig drücke ich jeden Morgen auf „Café Crema“ und merke gar nicht welche Vielfalt ich links liegen lasse nur weil ich das Reinigen des Milchsystems scheue. Idiotisch wie so eine Kleinigkeit grundsätzliche Gedankenspiele auslösen kann. Das ändert voraussichtlich nichts am Leben aber hilft dasselbe zu reflektieren. Ob sich Wege aus der Routine ergeben? Wer weiß? Will ich das? Ist das überhaupt altersgerecht🤔? Faszinierendes Gefühlsroulette. – Nun muss ich mich aber schleunigst auf die Moderation am Sonntag vorbereiten. Ich staune wieder einmal wie sich Gedanken ins Hirn schleichen – oder genauer beschrieben wie Gott mir Gedanken gibt, sie zu Formulierungen werden lässt, die ich aufschreiben kann. Das klingt einfach, nimmt aber dennoch einen Nachmittag in Anspruch. Echt dankbar stelle ich gegen Abend fest was für einen großen Gott wir haben. Klasse! – Weniger toll ist das Fernsehprogramm, ich staune immer wieder neu wie eigen mein Geschmack sein muss, dass aus gefühlt tausenden von Sendern kein mich fesselnder Output entsteht. Bin ich zu speziell? So ganz ist das wohl nicht von der Hand zu weisen 😉😇. Es wird normal spät und der Schlaf kommt wie er will, die Träume auch und die altersbedingten Aufstehpausen ebenso. Tja …
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