Technikleiden

Erneut überkommt mich tiefe Dankbarkeit für das Geschenk ausschlafen zu können. Klasse! Es schlägt die Stunde für den Überrest der Weihnachtsbeleuchtung, die zwar längst deaktiviert aber noch nicht deinstalliert ist. Das geschieht heute und geht schnell. Jetzt ist der Blick auf die Lounge wieder frei. Der Frühling kann kommen, ich befürchte nur, dass er sich gut Zeit lassen wird, möglicherweise schickt er sogar wie letztes Jahr vorher noch ein paar Zentimeter Schnee vorbei. Brrrr. Tiger verlangt wieder nach Strom – im Winter ist er gierig – da die Sonne scheint vermindert sich die aus dem Netz bezogene Menge ein wenig. Kleiner Hoffnungsschimmer auf sonnenreichere Jahreszeiten. – Die abgängigen Akkus von zwei Arlo-Cams nerven mich, die Ladeabstände verkürzen sich in dieser kalten Jahreszeit rasant. Ich versorge beide mit Saft und betreibe nun eine davon mit permanenter Verbindung zum Netzteil. Die letzte erwäge ich durch eine Eufy-Cam zu ersetzen – jedoch allerfrühestens wenn ihr Preis vom Obergeschoss mal wieder im Keller vorbeischaut. Bis dahin darf Arlo weiter nerven. Ach ja, nachmittags wird Post gelöscht – das neue iPad weist über 7.000 ungelesene Mails auf (alle auf seinem Vorgänger gelesene sind nun ‚ungelesen‘). Das ist zwar unangenehm aber eine gute Chance sich konsequent vom alten Plunder zu lösen. Ich lösche in 150er-Packs. Vergnügungssteuerpflichtig ist das nicht. – Abends nimmt meine Mitgenossin an einer virtuellen Geburtagsfete teil, ich schiele außerhalb der Kamerareichweite ab und an auf den Bildschirm und höre nur zu. Ehrlich gesagt: Mein Ding ist das nicht. Ich bin lieber ganzkörperlich live vor Ort als mit schräg von unten in einer verzerrten bildschirmfüllenden Darstellung meines irritiert und leicht genervt blickenden Antlitzes. Sorry. Danach ziehe ich mir die restlichen Folgen der gestern entdeckten Serie sowie anderthalb Folgen eines bayerischen Krimiprodukts „rein“. Es wird mittelspät mit einem leicht unpünktlichem Schlaf.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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