Unterschiede feiern statt Gleichmacherei fördern

Es ist kaum zu leugnen, dass das Leben aus Wiederholungen besteht, man kann sie auch Routinen nennen. Selbst ein Abenteurer wird nicht um sie herumkommen. Meine große allmonatliche Routine wäre zwar vermeidbar, ich halte sie dennoch für geboten: das Staubsaugen in meiner Gemeinde. So fahre ich mit der Elektrobürste systematisch die Teppichböden ab und höre dabei einen Vortrag über die „Christliche Wissenschaft“, eine Kirche, die weder christlich noch wissenschaftlich ist. Nomen ist halt nicht immer Omen. – Abends in den Nachrichten erfahre ich, dass ich ein Rassist bin oder wenigstens rassistische Ansichten habe. Interessant zu wissen. Begründet wird das durch meine Überzeugung, dass die Völker dieser Erde nicht gleich sind. Ohne Zweifel steht für mich fest, dass alle Menschen gleiche Rechte, gleiche Chancen haben sollen, alle gleich, gerecht und ohne Benachteiligung zu beurteilen sind und ihnen gleich offen zu begegnen ist. Keine Frage. Und doch sind die Mentalitäten unterschiedlich. Warum überrascht es Wissenschaftler, dass Deutsche südländisch geprägte Menschen als nicht so fleißig beurteilen? Wer sagt denn, dass „unser“ Streben nach immer mehr, das Zusammenraffen von Knete, das Schuften in Schichten der Maßstab sei? Ich bin sehr froh erfahren zu haben, dass es auf dieser Erde auch Menschen gibt, die das nicht so eng sehen, nicht so wichtig nehmen. Weshalb soll Pünktlichkeit so entscheidend sein? Glücklicherweise ist das in anderen Völkern kein so hoher Wert. Gut so! Diese Mentalitätsunterschiede sind doch da, was jeder Weltreisende weiß. Das soll rassistisch sein? Quatsch! Die Beurteilung aus eigener Sicht ist auch natürlich. Für viele Deutsche sind Griechen, Spanier, Portugiesen … unpünktlich – für diese wieder sind wir Deutschen Zeitfanatiker und seltsame Zeitgenossen, die immer viel zu früh kommen. Natürlich werden Menschen, die das Abrackern als höchstes Ideal sehen andere als weniger strebsam betrachten, obwohl diese stärkere Akzente auf Lebensqualität setzen. Das gilt auch andersherum. Na und? Wir sind eben unterschiedlich und das ist echt gut – das sollten wir feiern! Apropos feiern, eine Geburtstagsfeier steht heute auch noch auf meinem Programm. Sie gefällt mir gut, leider schallt es prächtig in den Räumlichkeiten – meine Zeit bin ich empfindlich geworden! Es wird mittelspät.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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