Vollgestopfte Autos, triefende Filmszenen und bröckelnde Gewaltenteilung

Erst treffen neue Utensilien für Rumänien ein, dann entscheiden wir spontan heute alles nach Kunrau zu bringen und laden zwei Autos gerammelt voll. In Kunrau platzt die Scheune fast aus allen Nähten, so rappelvoll ist sie. Da sind im November mal wieder Packkünstler gefordert, die einen LKW gekonnt füllen. Wir legen unsere Sachen dazu, plaudern ein wenig, ich öffne mein Autodach und es geht wieder zurück. Cabrio-Wetter im Oktober – ich liebe es! Alles was nicht in die Autos passte, findet ein Plätzchen in der Garage bis zur nächsten Tour. – Abends verschwindet meine Ex-Mitrealschülerin, um ihre Klasse wieder zu treffen. Ich dagegen werfe den Beamer an und lasse „Die Schlacht der fünf Heere“ also den dritten Teil vom kleinen Hobbit über mich ergehen. Ja, die Wiedergabe über die Leinwand ist beeindruckend, doch inhaltlich reiht sich, wenigsten zum langen, langen Schluss, ein Gemetzel ans andere. Das entspricht dem Buch, ist aber in Schriftform bekömmlicher als die Darstellung in bewegten bluttriefenden Bildern. Nö, das ist nicht mein Ding. Kommissar Rebus, ein englischer Krimi, sagt mir da viel mehr zu. Erstens lehrt er mich Demut, denn ohne die englischen Untertitel wäre ich verraten und verkauft (offensichtlich sind meine Englischkenntnisse viel schlechter als bisher geglaubt). Zweitens versetzt er mich in eine Welt der Verzahnung von Politik mit Polizei, also einer Auflösung der erhofften Grenzen der Gewaltenteilung. Ernüchternd aber vorstellbar. Ein Cosy-Krimi-Abschnitt fährt mich wieder sanft auf das Alltagsniveau herunter. Fein.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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