Vollmächtige Staus, eine politische Einsicht und zwei Kaffeepötte

Vor dem Elbtunnel geht es los. Die Anzahl gleichzeitig fahrender PKWs vermehrt sich massiv. Doch wir kommen, wider Erwarten, relativ gut unter der Elbe durch. Bis Rendsburg geht es munter voran. Dann erliegen wir drei fatalen Irrtümern. Erstens empfiehlt uns unser Navi eine Ausweichstrecke und wir hören nicht weg. Zweitens sehen wir den Beginn eines Staus vor uns und erschrecken. Drittens biegen wir ab und folgen dem Rat der blöden Maschine. Okay, wir können wunderbar die nun freie Autobahn entlangrasen, allerdings nur bis zur kilometerlangen Einfädelungsschlange vor der immer noch verstopften Ursprungsstrecke. Voller Panik überhole ich die Kolonne, um dann eine Fehlereinsicht später mich doch auf der Gegenseite einzureihen. Irgendwann geht es weiter. Dann kommen neun Kilometer Grenzstau. Ob die Dänen ein paar arbeitslose frühere DDR-Grenzbeamte als Berater eingestellt haben? Ich weiß es nicht aber immerhin ist es ein äußerst putzige Idee den Urlaubsverkehr auf der einzigen ins Land führenden Schnellstraße auf eine Spur einzuengen und über mehrere Holperschwellen an zwei gelangweilt wirkenden Grenzbeamten vorbeizuführen. Immerhin ist danach die Strecke im Lande frei und zieht sich und zieht sich und zieht sich. Am Ende dieser monotonen Fahrerei bin ich endgültig kein Freund von ‚Tempo 130‘ mehr. Bleibt mir damit vom Acker! Absolut ätzend. Immerhin ist unser Häuschen sehr hübsch, gemütlich heizbar und gut ausgestattet. Zwei Kaffeepötte später sind die Kräfte zurück und bald treffen auch die Freunde ein. Der Abend wird gut. So soll es sein!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert