Vom Cabrio zu Fake-News

Ich bewege mal wieder unser Cabrio. Wir holen frische Eier aus Tiddische, gelegt von Hühnern, die auf Feldern unter diesen fahrbaren Boxen frei herumlaufen können. Vor Ort überkommt es mich und ich öffne das Dach. Ja, es ist recht frisch und doch unendlich erfrischend mit dieser Kopffreiheit herumzudüsen. Bis zum Nordfriedhof halte ich es aus – dort ist glücklicherweise nicht Endstation, sondern nur eine Pause zum Gießen und Spazieren. Das mit der Endstation hat nach meiner unmaßgeblichen Meinung ruhig noch etwas Zeit – aber das bestimme bekanntlich nicht ich. Freunde zu denen wir uns verbotswidrig „verirren“ wollen sind scheinbar nicht zu Hause und so finden wir den direkten Weg heim. Später stellt sich heraus, dass sie – aus welchem Grund auch immer – nur mobil erreichbar gewesen wären. Nichtwissen schützt offenbar vor Überraschungsbesuchen in Separationszeiten. – Am Abend schaue ich mit einem Sehnsuchtsauge einem Bericht aus Neuseeland zu und wundere mich über mein Stimmungstief nur weil mir in meinem Leben ein Löffel Sahne von meiner Torte weggenommen wurde. Mitunter erschrecke ich vor mir und meiner Undankbarkeit. Corona öffnet den Weg zu mancherlei Einsichten. Wenn ich allerdings die unterschiedlichen Kommentare in diversen Medien lese und höre, ist das wie eine Bibelauslegung. Ich habe mich immer gefragt warum der Pharao damals trotz vielerlei Plagen uneinsichtig blieb oder die Menschen in Zeiten der Offenbarung einfach von ihren falschen Wegen nicht umkehren wollen, egal was geschieht. Jetzt geht mir langsam ein Licht auf, begreife ich das. So sind wir wohl – ziehen entgegen der klaren Realität falsche Schlussfolgerungen, lassen uns mit Freuden von leicht entlarvbaren Fake-News verführen. Guter, alter Wilhelm Busch: „Und so bewies er messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.“ Basta.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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