Weltklage und Weltflucht

Eine Stunde Gewinn lässt uns in aller Ruhe für unsere Verhältnisse früh aufstehen, alles kein Problem. Wir sind gut rechtzeitig in unserer Gemeinde. Für die Moderation bin ich Gott sehr dankbar und auch die Predigt ist für mich gesegnet. Ein gelungener Gottesdienst, der mich aufbaut und freut. Danach besuchen wir meine Mum. Das zieht mich wieder runter. Sie liegt da, ist nicht ansprechbar und schläft. Es ist nicht in jedem Fall toll so alt zu werden, finde ich. – Nachmittags stopfen wir noch „vergessene“ Sachen in unsere zwei Koffer und damit erklären wir die Packsession endgültig für beendet. Punkt. Aus. Schluss. Rien ne va plus!!! – Am Nachmittag wartet noch ein prima Gottesdienst aus Bremen auf uns mit erkenntnisreichen Textauslegungen. Stark. – Von Johannes Gerloff lasse ich mir die israelische Sicht der Dinge im Konflikt mit der Terrororganisation Hamas erklären. Meine Sichtweise passt sich an, denn die Argumentation eines Insiders, der in Israel seine Heimat gefunden hat, stimmt äußerst nachdenklich. Die Weigerung unserer Bundesregierung eine UN-Resolution abzulehnen, die Israel auffordert seine Verteidigung einzustellen ohne den Terror der Hamas mit auch nur einem Wort zu erwähnen, erschüttert mich. Die deutsche Solidarität mit dem durch abscheulichen Terror geschundenen Land entlarvt sich als pure Worthülse: wenn es ernst wird, zucken wir zurück. Die Nazis jubeln wieder. Ich stelle mir vor die Alliierten hätten ihren Krieg gegen Nazi-Deutschland nur mit Worten geführt, ich würde jetzt in einem furchtbaren Land leben. Schauder. – Aber was soll’s, wer fragt schon nach der Ansicht eines glimmenden Dochts, so fliehe ich letztlich in die Karibik zu einer bekannten Folge von Death in Paradise. Weltflucht? Ja, ich muss halt emotional von dem Abstand gewinnen, was ich nicht ändern kann und mich mehr dem zuwenden, wo ein positiver Einfluss möglich ist. Netter theoretischer Vorsatz. Es wird ein klein wenig spät und der Schlaf kommt und geht je nach seinem Belieben.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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