Wind um die Nase mit Psalmen

Eigentlich bin ich ja Pensionist und habe alle Zeit der Welt. Ich könnte zum Strand gehen, in der Sonne faulenzen oder was auch immer machen. Ich könnte. Aber da sind noch meine Freunde von der reformierten Gemeinde. Irgendwann habe ich mal zugesagt aktuelle Termine ins Internet zu stellen. Das ging immer schnell von der Hand, mal kamen die Daten rechtzeitig, mal etwas spät, seltener erst auf Anfrage aber diesmal kommen drei Übersichten aus denen ich mir alles heraussuchen muss. Das ist kein Problem, denn mir sind die personellen Nöte dieser Gemeinde bekannt, es amüsiert mich nur, dass das gerade dann auftritt, wenn ich verreist bin. Gottes Pläne sind halt oft überraschend, keine Frage. So sitze ich diesmal etwas länger an den Seiten – nach der vielen Lauferei und einem gewissen Ziehen in den Oberschenkeln 😉 ist das gar nicht mal so übel. Gegen Mittag bin ich fertig und habe die Daten bis zum 4. Advent online gestellt. Zugegeben, ein wenig Spaß hat es schon gemacht😇😀. Es folgt die Hausarbeit in der Fewo, die altersgerechte Mittagsruhe und schon bin ich wieder unterwegs zum Rondell an der Seebrücke. Ich lasse mir den warmen Wind um die Nase wehen und lese, endlich, in aller Ruhe die Auslegung der Psalmen, die ich in den letzten Tag arg links liegen gelassen hatte. Von wegen im Urlaub hat man viel Zeit zur Andacht – objektiv ever, subjektiv never. Ziemlich krass. Immerhin kommen mir dabei ein oder drei gute Gedanken und ich habe den ersten Band der Auslegungen tatsächlich bis auf den letzten Psalm durchgelesen. Soll ich jetzt zur Strandbar? Nö, eher nicht, der Wind kommt voll von der See, weht über den Strand und könnte eventuell die Sandkörner in mein armes Antlitz treiben. So suche ich einen Italiener auf, genieße Spaghetti Bolognese und begebe mich satt und zufrieden zurück in mein Urlaubsheim. Ein ruhiger, sehr erholsamer Tag geht in aller Stille seinem Ende entgegen. Dennoch wird es spät. So bin ich eben. Gute Nacht!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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