Zeit der Griechen

Unser Stern verlässt uns – wir müssen ihn zurückbringen. Schweren Herzens mache ich mich auf den Weg, lasse seinen Tank mit Diesel füllen, den Luftdruck der Reifen, wie vom System gefordert prüfen und übergebe unser Sternchen unbeschädigt dem Verleiher. Wir sind unserem Gott sehr dankbar für alle Bewahrung auf den rund 700 Kilometern über enge kurvenreiche Straßen und durch noch schmalere Ortsdurchfahrten. – Zurück in Analipsi fühlen wir uns erstmals wie in einem griechischen Dorf. Einheimische fahren im Supermarkt vor, Kinder ziehen von der Schule wild plappernd ihre Wege, die Alten sitzen in der Nachmittagssonne vor ihren Häusern. Pickups, die ihnen an Jahren nicht viel nachstehen, ziehen abenteuerlich beladen an uns vorbei. Wir sitzen in einer griechisch bestuhlten Taverne, trinken Retsina aus kleinen Wassergläschen und schauen dem dörflichen Treiben zu. Touristen sind inzwischen selten geworden. Der Wirt lächelt uns an, bringt – quasi als Retsinabeigabe – zwei noch warme wunderbar gewürzte Sardinen vorbei, dazu ein Tellerchen delikate Linsen und ein Schälchen mit Tomaten, Käse und Brot. Wir sind hin und weg. Jetzt müsste man griechisch können! Am Meer treiben sich dagegen noch ein paar Urlauber herum, ihre Zahl ist überschaubar. Unser Hotel reduziert weiter sein Angebot, die Grüßtante am Speisesaal fehlt, die Vielfalt speckt ein wenig ab wie die Gästezahl auch. Selbst die Abendtemperatur sinkt. Ein Flugzeug im Sinkflug schwebt im Abendrot dem Airport entgegen. Welch ein gelungener Ausklang. Ein Tag bleibt uns noch. Vortrefflich!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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