Zum Geburtstag nach Leipzig eilen

Für Frühaufsteher endet mein Schlaf viel zu spät, für mich ist es zu früh. Kleidung in die Reisetasche werfen, Kosmetika im orangenen Täschchen bunkern, Elektronikteile landen im Rucksack und das alles im Bauch von Tiger. Er hat viel Platz. Sobald alles verstaut ist, geht es auf die Autobahn, erst A 2, dann A14 und schließlich bei Taucha runter und Tiger an die Ladestation hängen. Zeitung lesen, Überbrückungsapfeltasche vom Tanke-Shop vertilgen und nach einer Dreiviertelstunde abfahren ins Hotel gegenüber. Dort hat man versäumt die Buchung über Booking.com ins Hotelsystem einzugeben aber an Zimmern ist kein Mangel und so gibt es kein Problem. Das Hotel wird in Bewertungen als „in die Jahre gekommen“, „abgängig“ oder gar „unsauber“ bezeichnet. Das kann ich nicht nachvollziehen, alles ist okay, das Zimmer für den Preis sogar sehr gut. Wir sind zufrieden. Nach einer kurzen Mittagspause fahren wir (keine Lust das Geschenk zu schleppen) zum Cousin. Die Parkplatzsuche gestaltet sich anspruchsvoll aber erfolgreich. Im kleinen Kreis treffen wir uns zur Kaffeerunde, plaudern ein bisschen und stimmen uns auf den Abend ein. – Zurück im Hotel sammle ich Kraft für ein Meeting mit fast nur unbekannten Personen – immer ein großer Stress für mich. Dann spazieren wir zum Gartenlokal, sind eine Viertelstunde zu spät, im Westen kein Problem aber hier im Osten sind nahezu alle da. Echt starke Pünktlichkeitskultur, gar nicht mal schlecht. Das Büffet ist toll, keine Kinkerlitzchen, keine Mätzchen, keine Deko-Show, dafür ehrliche Ware, bei Bedarf nachgelegt und superlecker. Ich bin sehr angetan, gönne mir trotzdem nur einen Gang um meines Gewichts willen, was mir nicht leicht fällt. Die Kommunikation läuft wider Erwarten nicht schlecht – welch eine freudige Überraschung. – Echt negativ ist nur der Heimweg, der meine desertierte Kondition offenbart, prustend und schnaufend, völlig kaputt komme ich im Hotel an, werde von leichten Krämpfen in den Waden im Bett gequält und komme so spät zum Schlaf. Offensichtlich mahnt mein Körper mich an, mächtig gewaltig eindringlich, kurz vorm „zu spät“ so kommt es mir vor. Ich muss etwas tun. Unbedingt. Hoffentlich bleibt mir noch Zeit bevor ich ganz „erlahme“. Handeln oder Leiden – ich habe die Wahl. Noch. Seufz.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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