Privatpatient mit Gerontenunlust

Es macht doch richtig Freude als Privatpatient einen Arzt aufzusuchen. Zwecks Zahnröntgen treffe ich in einer Praxis ein. Der Doktor hat eine Röntgenmaschine, die sich mein Leib-und-Magen-Zahnarzt noch nicht geleistet hat (oder leisten konnte, wie auch immer). Auf ein kleines Stäbchen beißen, den Kopf leicht neigend anlehnen, schon dreht eine Kamera eine Halbrunde um den Kopf und fertig ist die Panoramaaufnahme. Perfekt. Nach kurzer Zeit könnte man mir das Bild in die Hand drücken – doch jetzt kommt erst einmal die Rechnungsaufbesserungseinlage: der Doktor will mich sehen. Aha. „Ausführliche Beratung“ oder so ähnlich nennt sich wohl die Fakturaposition. So werden die knapp 50 Euro für die Dienstleistung noch einmal kräftig aufgeblasen. Wie kräftig? Keine Ahnung, ich werde es merken. Oh, ihr Schlawiner! Meine durch eine Maschine arg verstärkten Saugtätigkeiten entfalte ich in der Stadtmission. Dort hat eine äußerst nette junge Dame sogar den kleinen Saal freigeräumt, so dass der Job schnell von der Hand geht. Phantastisch – danke vielmals, ich bin begeistert. Erst nachmittags beginne ich mit meiner Bibelstundenvorbereitung. Der Text ist sehr gut aber ich muss mich dennoch zur Arbeit quälen. Weshalb bloß? Altersfaulheit? Gerontenunlust? Versagensängste? Von allem etwas. Ich bin erschüttert.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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