Freudiger Pionier-Uhu

Ich bin mal wieder im Rathaus. Die Jungs und Mädels sind immer noch so beamtig wie man nur sein kann. Ich will vom Haus B ins Haus A laufen. Am Eingang sitzen zwei junge Staatsdiener mit Papierlisten, in die alle gemeldeten Termine mit Externen eingetragen sind. Papierlisten!!! Wann wird dieses staatliche Konglomerat endlich in der digitalen Gegenwart ankommen? Wie könnte es anders sein haben die zwei auch nur die Besucherliste ihres Hauses. Also verlasse ich diese ungastliche Stätte und trotte im Nieselregen zum anderen Eingang, halte mich treu an die geklebten Wege um mich danach unters Volk zu mischen. Zwischendurch findet eine arg oberflächliche Sichtkontrolle statt. Ich atme ganz tief durch! Das liegt alles hinter mir! Wie gut habe ich es nun! – Das Gespräch ist fix vollendet. Raus darf ich ohne Kontrolle. Fazit: sehr bemüht, wenig effektiv, mithin alles wie früher. Der Nachmittag erweitert meine Kenntnisse zur Elektromobilität. Das Thema fasziniert mich ungeheuer. Mit knapp siebzig noch einmal „Pionier“ zu werden – das wäre schon was. So ein ‚Pionero lujoso‘ wie die Spanier sagen würden. Im klimatisierten Haus, am gerodeten Dschungel lebend nur noch nicht vollständig auf asphaltierten Wegen zu erreichen, um eine Analogie zu gebrauchen 😇😉. – Am Abend planen wir mit Freunden unseren Dänemark-Urlaub und hoffen, dass man uns sowohl hier ausreisen als auch dort einreisen lässt – quasi so eine Art Glückslos in der Corona-Lotterie. Früh am Abend geht es heim, spät in der Nacht konsultiere ich meine Bettstatt. Alter Uhu!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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