Kupplung, Heizöl und die britische Provinz

Man kann sein Altwerden – oder Älterwerden wie es verharmlosender heißt – natürlich leugnen. Manch einer agiert wie ein Jungspund, andere Senioren verblüffen ihre Mitmenschen durch ihre Agilität – nur einen kann man nicht täuschen: den eigenen Körper. Der kann darauf sehr beleidigt reagieren und hat brutale Möglichkeiten seinen Unmut zu verdeutlichen. Die geistige Fitness dagegen lässt sich viel schwerer vortäuschen, Defizite sind kaum zu kaschieren. So geht es mir heute. Jahrelang fahre ich schon Autos ohne Schaltgetriebe. Das letzte war ein Mercedes als Mietwagen auf Kreta. Zurzeit steht uns eine Leihwagen zur Verfügung, ein Golf mit manueller Gangschaltung. Soweit so gut. Ich will ihn starten und aus der Garage fahren. Ich drücke die Bremse und den Startknopf, die Elektrik geht an aber weiter tut sich nichts. Bis ich, Idiot, realisiere, dass es vorteilhaft sein könnte auch dieses komische Pedal links von der Bremse zu betätigen. Zum Kaputtlachen, wenn es nicht so traurig wäre. Sollte meine mangelnde Flexibilität ein deutliches Anzeichen geistigen Verfalls sein? Hoffentlich nicht (oder wenigstens nicht allzu stark)! Immerhin habe ich das Gefährt dann doch bewegen können, nur peinlich war es schon, sehr peinlich. Seufz. – Ein Freund stellt uns überraschend sein Restheizöl zur Verfügung, unsere Tanks sind jetzt voll und winterfertig. Wir sind begeistert und sehr, sehr dankbar. Vor ein paar Tagen hatte ich Gott im Gebet noch um ein paar Liter Heizöl ‚angefragt‘ und jetzt das! Einfach nur toll! DANKE!! – Die Sonne lacht vom Himmel, eine gute Gelegenheit unseren Tiger aufzuladen und so für einen Kurztrip reisefertig zu machen. Neun Kilowattstunden kommen aus dem Netz und der Rest über die Photovoltaik – für September kein schlechtes Ergebnis. – Abends begleite ich den guten alten Barnaby durch ein englisches Dorf mit einem skurrilen Frauen-Männer-Wettbewerb und einer netten alten Dame als Mörderin sowie einem anderen Ort mit vielseitigen sexuellen Angeboten (o, diese Briten!), dessen Bewohner sich im Kampf gegen/für einen Supermarkt befinden. Die Mörderin ist diesmal eine peitschenfreudige Domina im Pferdestall. Die Phantasie gepaart mit inseltypischem Humor der britischen Drehbuchautoren ist phantastisch. Es wird normalspät.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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