Schockierend sehend-blind

Die zweite Trauerfeier in dieser Woche steht an. Die Verstorbene war gerade mal zwei Jahre älter als ich und das stimmt natürlich nachdenklich. Für unsere deutschen Verhältnisse so früh aus dem Leben gerissen tut sich für ihre Angehörigen eine große Lücke auf. Da ist wohl viel unterstützendes Gebet nötig. – Am Nachmittag offenbart sich meine Voreiligkeit und gibt Anlass zum Schämen. Übereilig, wie ich mitunter bin, hatte ich ein nicht auffindbares Kabel neu bestellt und erhalten. Eben gerade schaue ich mir dessen Verpackung an, Erkenntnis blitzt auf, da war doch was und tatsächlich: Mitten in einem Stapel DVDs lugt ein ganz ähnlicher schmaler Karton hervor. Mir schwant Übles. Es kommt wie es kommen muss, jetzt habe ich das Kabel doppelt. Wie kann man nur so blöd sein? Dabei habe ich das Teil vorher doch intensivst gesucht! Ich muss mich schwer tadeln! Über einen Business-Class-Flug kann ich mich nicht aufregen aber eine doppelte Kabelbeschaffung geht mir gewaltig auf den Keks. Das Geld ist eben nicht der Punkt, sondern meine Dummheit samt Kartoffeln vor den Augen ärgert mich maßlos. Als kleiner Trost bleibt, dass alles funktioniert – selbst vom iPad kann ich eine Bildpräsentation starten und der Beamer gibt Fotos bzw. Filmchen brav wieder, ja er sendet sogar den Ton gehorsamst an den Lautsprecher. Fehlt noch der TV-Anschlusstest, den werde ich wohl morgen nachholen. – Erfreulicherweise raffe ich mich endlich wieder zur persönlichen Andacht auf, wenn auch die Konzentration noch Optimierungsbedarf aufweist. Aber immerhin geht es voran. – Der Alte löst erneut einen irritierenden Fall mit einem Täter, der eigentlich keiner ist und Personen, die sich ihr Leben durch Gedankenlosigkeit kaputt machen. – Meine Solitaire-Spiele gehen passend zu meiner Stimmung immer noch nicht auf. Dagegen finde ich zu einer guten Zeit mein Nachtlager und treffe auf einen Schlaf, der seinen Job perfekt erledigt. Toll!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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