Hitze fesselt mich ans Haus

Beim frühmorgendlichen Ausflug in die Keramikabteilung höre ich draußen den Wind gewaltig herumpusten. Im Obergeschoss stehen bei uns immer noch alle Dachfenster sperrangelweit offen. Es ist erst halb sechs, quasi mitten in der Nacht. Egal, Linda (unseren elektronischen Haushüter) ruhigstellen, dann ab nach oben, Fenster zu, wieder runter, ins Bett schlüpfen und feststellen: Aufregung killt Schlafbedürfnis. So dauert es einige Zeit bis ich wieder in einen leichten Schlummer falle. Heute gehe ich keinesfalls in den Gottesdienst, denn da müsste ich mich der unbarmherzig glühenden Strahlung aussetzen. Meine Mitbewohnerin dagegen kennt keinen Schmerz und macht zuerst einen Salat und sich dann auf den Weg. Jedem das Seine. Ich dagegen stelle erfreut fest, dass ich jeden Morgen kälter dusche. Wow, tut das gut! – Nach dem Frühstück, wie passend, beginnt der Bremer Gottesdienst, dem ich zuhöre aber gleichzeitig eine Geburtstagszeichnung mit Chatti zusammen anfertige und versende. Perfekt. Dann fällt mir unser Ventilator ein, der verzweifelt im OG auf seinen Einsatz wartet. Geholt, angeschlossen, gestartet. Wunderbar! Warum habe ich nicht früher an den liebenswerten Kumpel für heiße Tage gedacht? Er macht einen echt guten Job. Prima! – Zum Lunch trifft meine Allerliebste wieder ein und hat sogar etwas vom Büffet mitgebracht. So komme ich zu einem Festessen mit allerbestem Paprikagemüsesalat, Zaziki (oder Tzatziki), einem Stück einwandfrei gewürztem Grillfleisch sowie einem Baguette. Perfekt für das Wetter. – Mehr tut sich heute nicht. Die Sonne brennt, erreicht zwar „nur“ 34,9 Grad um 16:03 Uhr aber das reicht mir völlig. Der Abend geht schwitzend vorbei, obwohl der Ventilator sein Bestes gibt – ein Luftquirl bringt halt ein prima Frische-Empfinden aber eben nicht niedrige Temperaturen. Es wird bewusst spät, doch das hilft mir auch nichts. Allerdings sind 72 Punkte für den Schlaf dann doch okay.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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