Auf der Saar bis Konz

Wir sind den ganzen Tag bis zum frühen Nachmittag auf der Saar unterwegs. Erneut passieren alle uns bekannten Ortschaften, unterqueren ein paar sehr niedrige Brücken und müssen uns ziemlich ducken. Die schmale Saarschleife erleben wir auf dem Sonnendeck. Sie muss sich keinesfalls hinter ihrem so bekannten Pendant, der Mosel, verstecken. Eindrucksvoll. Echt. Der typische bayerische Frühschoppen darf auf dieser Reise selbstverständlich nicht fehlen mit Weißwürsten, Leberkäs‘, Schweinsbraten, Sauerkraut, Krautsalat und süßem Senf. Zum Glück gibt es für überzeugte Norddeutsche wie mich auch die scharfe Version. ‚Süß‘ und ‚Senf‘ passt mir überhaupt nicht. Meine Mitreisende dagegen schätzt ihn sehr. Nun ja. – Lunch fällt für uns wegen Platzmangels im Verdauungsorgan aus, während der Speisesaal, so wird uns berichtet, fast ganz gefüllt ist. Wo essen meine Schiffsgenossen das hin, frage ich mich. Haben sie einen Zweitmagen für übermäßigen Nahrungsanfall? Wer weiß das schon? – Wir passieren quasi nebenbei die Schleuse mit dem größten Hub in Deutschland (oder gehört sie nur zum Triumvirat der Hubhöchsten?) und biegen nach einer superniedrigen Brücke wieder in die Mosel ab. In Konz legen wir an einem offensichtlich beliebten Rad-/Fußgänger-/Uferweg an. Wir spazieren ein bisschen herum, der Besuch der sogenannten Stadt soll sich nicht lohnen, hören wir gerüchteweise. So genießen wir das Wetter am Moselufer, stets auf Schattensuche, finden eine adäquate Bank bis wir endlich zurück zum Kahn schlendern. Dort verbringen wir einen gemütlichen Abend in der Panorama-Lounge, denn draußen frischt es etwas auf. Die Nacht gestaltet sich wie gewohnt.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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