Grevenmacher

Wir sind in Luxemburg angekommen und liegen direkt neben einem Schwimmbad. Den Vormittag nutzen wir für die Morgenandacht, mein Tagebuch und genießen die Sonne. Letzter hält sich zurück und so ist es heute erträglich. Um die exponentielle Gewichtszunahme ein wenig im Griff zu behalten, beschränke ich mich beim Lunch auf eine Tomatensuppe und, seufz, einen Eisbecher als Dessert. Selbst das wenige ist zu viel. – Gegen vierzehn Uhr startet unsere Tour ins Müllerthal, der Luxemburger Schweiz. Eine perfekte Reiseleiterin füttert uns massiv mit, zugegeben, interessanten Informationen rund um Luxemburg, dem Müllerthal, der Weißen und der Schwarzen Ennz, der Sauer und der Mosel. Übrigens verläuft die deutsch-luxemburgische Grenze an Flüssen nicht in deren Mitte, denn der Fluss gehört beiden Ländern – die Grenze verläuft jeweils am Ufer des anderen Landes. Wir durchqueren eine sehr urtümliche Landschaft, Schweiz halt, mit imposanten Felsen, wunderschönen Wanderwegen und pausieren an einem Tourismuszentrum mit Shop, Bistro und Glamping in halbrunden Holzhäuschen. Eine riesige Spiellandschaft, bevölkert mit begeisterten Kindern, rundet das Ensemble ab. Pünktlich zum Dinner sind wir wieder auf dem Kahn, um ja nicht die Bauchumfangsförderung zu versäumen. Die Angst vor der heimischen Waage wächst 😉🤔. Nach dem Dinner biegen wir in die Saar ab und nähern uns einer Brücke von ansehnlicher Tiefe. Das Sonnendeck wird vorher platt gemacht, Sonnenschutz hinlegen, alle Geländer umlegen, Liegestühle zusammenklappen, kurz eine plane Fläche schaffen. Nur so passen wir durch. Faszinierend. Das Cruisen mit so einem großen Hotelschiff auf der aufgestauten aber nicht sehr breiten Saar ist schon ein besonderes Erlebnis. Ich genieße es vom Balkon aus. Abends lauscht meine Allerliebste einem gelungenen Abba-Abend der Gastkünstlerin während ich dem Kapitän bei einer nicht weniger faszinierenden Schleusenein- und -ausfahrt zusehe. Der Junge versteht sein Fach. Den Abend lasse ich auf dem Balkon ausklingen bis die Rheinprinzessin ihren nächtlichen Liegeplatz erreicht und es empfindlich kühl wird. Ein beeindruckender Tag. Der Schlaf ist nicht ganz so überzeugend mit etlichen Unterbrechungen. Das Alter fordert sein Recht. Immer diese Rechthaberei! Seufz.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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