An Bord

Bei unserem Frühstück trage ich wieder meinen Kampf mit den Plastikhandschuhen aus. Selbstverständlich verliere ich ihn wieder grandios. Meine Finger weigern sich einfach in die Fingerhülsen einzurutschen. Sie bleiben einfach stecken. Es geht weder vor noch zurück, mir bleibt nur der Ausstieg mittels auskrempeln. Ohne die Freundlichkeit meiner Mitreisenden könnte ich eher diese Mahlzeit von meinem Speiseplan streichen als die Hoffnung zu hegen meine Fingerchen mit Plastik zu bedecken. Doch sie sorgt liebevoll für das Rührei und ein Croissant. Perfekt. Das Hauptgepäck lagern wir im Kofferraum, immer noch voll bepackt begebe ich mich zur Donau und erwarte den Zeitpunkt der Einschiffung. Ein Gepäckmarsch in die City steht nicht auf meinem Wunschzettel. – Endlich ist es soweit, wir holen die Koffer, das Taxi kommt und gerade noch rechtzeitig um uns in die Schlange der Mitreisenden einzureihen bevor eine Busladung diese stark verlängert. Schnell die Impfdaten eingetragen, das nichtvorhandene Fieber messen lassen und schon entern wir die „Barkasse“. Ein Pflichtfoto als lächelndes Pärchen auf dem Sonnendeck, dann wieder hinab zur Rezeption um die Schlüsselkarten in Empfang zu nehmen, und erneut eine Treppe empor zum Kabinengang. Eine große Kajüte mit viel Stauraum und einem tollen Badezimmer erwartet uns. Perfekt. Nach dem Auspacken beginnt die Entspannung ihre Wirkung zu entfalten. – Das Ablegen erleben wir auf dem Sonnendeck, die Altena fährt rückwärts an Passau vorbei, unter einer Brücke in Griffhöhe vorbei, bis es im „Drei-Flüsse-Eck“ genügend Raum zum Wenden findet. Im Zimmer am französischen Balkon sitzend lassen wir das Ufer an uns vorbeigleiten, Erholung pur. – Es wartet noch die Sicherheitsbelehrung, die Ausflugswerbung und schließlich der Kapitäns-Sektempfang auf uns. Mit dem Dinner glänzt der Koch und bringt meine Augen und den Geschmackssinn zum Strahlen. Der Abend klingt mit einem nahezu perfekten Mojito aus. Auf dem Scheinbalkon stehend sehe ich noch zu wie sich unser Schwesterschiff mit uns in eine arg enge Schleusenkammer zwängt um danach meiner Müdigkeit nachzugeben. Es ist spät geworden und sehr, sehr schön. Bonne nuit!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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