Auf Adelers Schwingen

Der Abholer ist nicht ganz pünktlich und das könnte wieder einmal mit Afrika zu tun haben. Oder mit dem Verkehr. Oder mit beidem. Im Auto treffen wir auf ein deutsches Paar, das ebenfalls gebucht hat. Nach kurzer Zeit kommen wir auf dem Heli-Port an. Zuerst werden wir gewogen, zwar dezent aber für etwas fülligere Personen nicht unpeinlich, vor allem wenn man von gertenschlanken Wesen umgeben ist. Dann wird alles überflüssige Gepäck deponiert und wir sehen uns die Sicherheitsbelehrung an. Die Pilotin, eine zierliche junge Frau, begrüßt uns und wir entern die fliegende Glaskugel – so wirkt sie wenigstens vom vorderen (Co-Piloten- haha) Sitz aus. Toll. Durch die Kopfhörer können wir miteinander sprechen und die Außengeräusche sind total, sozusagen wie im Flüsterflug, gedämpft. Sanft heben wir ab und unter uns wird alles kleiner. Wir schweben dahin über den Hafen, an der City und dem sich mit Dunst umhüllenden Tafelberg vorbei. Wir folgen der Küstenlinie, die Millionärsdomizile wirken von hier aus nicht mehr so protzig, die Townships bleiben jedoch erschreckend massiv und bedecken ein riesiges Areal. Durchatmen. Unter uns erstreckt sich ein Naturschutzgebiet mit einer einmaligen Pflanzenvielfalt, die der oberen Sicht verborgen bleibt. Jetzt kommt das Kap mit einem malerischen alten Leuchtturm und ganz oben von einem weitreichenden modernen Leuchtfeuer gekrönt. Ich bin hin und weg. Wir sind jenseits von Afrika auf dem Meer. Faszinierend. Es geht die Küste des indischen Ozeans zurück. Ein Hippiedorf grüßt uns, nur zu Fuß erreichbar und, und, und … wir landen nach einer knappen Stunde. Wow!!! Der Rest des Tages ist ebenfalls bemerkenswert – jedoch im Vergleich mit dem Flug … Superstarker Erlebnisfaktor.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert