Belgrad

Es geht die Donau hinunter, wir passieren die europäische Außengrenze und erreichen vor der mittäglichen Mastprozedur Belgrad. Unsere Alena wird neben die Amadeus-Silver bugsiert und übers Oberdeck besteigen zwei Corona-Schnelltest-Experten unser Schiff. Serbien traut keiner europäischen Impfung und so unterziehen wir uns allesamt einem Schnelltest. Dieser fällt ausnahmslos negativ aus. Das ist recht beruhigend. Während der Mittagsmast lösen wir uns wieder von der Amadeus, die alte Dame legt ab und überlässt uns den Pier. Nachdem unsere serbischen beamteten Gastgeber die Ausweissichtung abgeschlossen haben, dürfen wir zu unseren Ausflügen aufbrechen. Belgrad ist nicht hübsch, nicht so richtig hässlich, eher eine bunte Mixtur architektonischer Versuche. Der Blick von der Festung gefällt, man schaut auf zwei Flüsse, die Save und die Donau, eine grüne Insel und eine moderne Großstadt in der Ferne. Nun ja. Die Reiseleiterin ist wohlinformiert und spricht hervorragend deutsch, kein Wunder sie ist in unserem Land aufgewachsen. Immerhin habe ich nun einen Eindruck von Belgrad gewonnen. Rechtzeitig vor der Abendstopfung gehen wir an Bord. Heute haben wir zwei Ausflüge gebucht, abends stehen serbische Volkstänze auf dem Programm. Es ist einfach nur faszinierend wie die Tänzerinnen und Tänzer blitzschnell ihre Füße bewegen, Schrittfolgen, die es dem Auge schwer machen zu folgen. Die Trachten beeindrucken und die lautstarken, offensichtlich unvermeidbaren Begleitrufe der Bewegungsartisten nehmen uns gefangen. Superstarke Leistung. Musikalisch begleitet werden die Volkstänzer durch einen Klarinettisten, eine Violinistin, einem Akkordeonspieler und einem Paukisten, die nicht nur den Tänzern aufspielen sondern auch die Pausen mit serbischer Volksmusik gestalten. Ich bin begeistert. Ein absolut lohnender Ausflug. Kurz vorm Ablegen (zum Glück nicht hinterher) erreichen wir unser Schiff. Es ist fast Mitternacht als wir zu einem Flusstag ablegen und Richtung Delta dahingleiten. Die Nacht ist kurz, denn man stiehlt uns eine Stunde. Blöde Umstelleritis aber nicht zu ändern. Seufz.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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