Crew-Show

Wir schlafen wunderbar aus, begeben uns wohlgestimmt zum Frühstückscafé und sind schockiert: alles voll und noch zwei Paare vor uns. Mittelkleiner Frust, verbunden mit mittelgroßer Freude, dass mir diese morgendliche Mahlzeit erspart bleibt 🤔😉. Ich nehme eigentlich nur wegen der entzückenden Aussicht die täglichen Proteste meines Magens hin und bleibe nicht unfroh dann in der Schau-Bar zurück. Meine Frühstücksfreundin dagegen begibt sich auf das 12. Deck zum SB-Restaurant, findet dort aber ebenfalls keinen Platz und frühstückt zwangsläufig in unserer Kabine. Total netterweise bringt sie mir dann einen Pott Kaffee samt Croissant mit. Das ist vielleicht lieb!!! – Der zweite Teil des Vortrags über die Kreuzfahrthistorie nimmt uns mit in die Entwicklungen dieser Form des Reisens. Wer hat es erfunden? Die Deutschen waren es, die die erste Kreuzfahrt im heutigen Sinn als Rundreise starteten. Die Engländer sind dagegen die Namensgeber und bezeichnen sich deshalb ebenfalls als Erfinder – trotzdem waren sie nur die Zweiten, beweist unser Lektor😇. Im Krieg waren die Passagierschiffe meist als Truppentransporter, Lazarettschiffe o.ä. eingesetzt. Ein Norweger realisierte die Idee des Massentourismus auf See und jetzt sind Monsterkähne mit über 7.000 Passagieren unterwegs, in der Mehrzahl US-Bürger. Für die Europäer stehen die unterschiedlichen Häfen mit Landausflügen im Mittelpunkt, für die US-Gäste ist dagegen die Kreuzfahrt selbst das Wichtigste. So unterscheiden sich auch die Schiffe (riesige Wasserlandschaften, große Spielcasinos, mehrere aufwändige Shows und zahllose, hochwertige Shopping-Angebote prägen die US-Cruiser). – Nachmittags erfreut uns wieder die klassische Musik, genossen bei einem Glas heißer Schokolade. – Wir dinieren im SB-Gosch bei Fischsuppe, Lachssteak und Milchreis zum Dessert. – Heute gastiert die Crew-Show vor „ausverkauftem“ Haus im Theater. Es ist sehr schön und erfreut uns auch sehr, jedoch scheinen die Talente dieser Besatzung deutlich hinter denen der uns bekannten Phoenix-Crews hinterherzuhinken. Dennoch sehr unterhaltsam. Im Atrium motiviert ein Shanty-Chor, ebenfalls aus der Besatzung zusammengestellt, die Gäste bekannte Seemannslieder von „Wir lagen vor Madagaskar“ bis zur „Nordseeküste“ gemeinsam lautstark durch den Kahn zu schmettern. Fast alle machen mit, ein Pärchen präsentiert dazu seine Tanzkünste mitten auf dem Flur. Stimmung pur. Ich ergattere noch meinen Schlaftrunk und wir begeben uns hinterher in unser Domizil auf Deck 10. Der Schlaf fällt sehr durchwachsen aus, meint meine Watch.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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