Durchschnittlichkeit

Ein neuer Italiener hat ein von mir sehr geschätztes Restaurant neu übernommen. Eine spontane Einladung – sehr nette Geste und vortreffliche Ausprobieridee – lädt uns dort zum Verweilen ein.  Wir sitzen draußen – sehr zum Wohlgefallen etlicher Wespen, die uns gerne besuchen und ihre Begeisterung kundtun, indem sie unsere Gastgeberin stechen – gerade so am Auge vorbei. Erst wird die attackierte Stelle mit einer halbierten Knoblauchzehe behandelt und ein wenig später mit Fenistil. Beides zeigt eine gute Wirkung. Ist das nur der Anfang der avisierten Wespeninvasion? Hoffentlich nicht! Meine auf der Karte sehr wohlklingende Speise sieht aus wie schon einmal gegessen, schmeckt aber ganz anständig, wenn auch unausgewogen. Der Rosato ist okay aber dennoch ist ein Bier nach diesem Mahl dringend nötig und tut gut. Der Grappa gehört in die erste Liga und mundet vortrefflich. Wenigstens etwas. Trotzdem spreche ich hier keine Empfehlung aus und werde mich, falls ich einen weiteren Besuch nicht vermeiden kann, wohl an Pasta mit Schinken in Sahnesauce halten. Da kann man nicht viel falsch machen. Übrigens fällt das Urteil der anderen Gäste ähnlich aus. Ach ja, der Salat ist wohl ebenfalls gut. Meinen Abend verbringe ich still und bescheiden mit einem – wie könnte es anders sein – Krimi. Drei plus. Immerhin besser als das Restauranterlebnis. Passt schon.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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