Einschiffung

Wir können uns viel Zeit lassen sowohl mit dem Ausschlafen, wie auch mit dem Aufstehen. In aller Ruhe nehmen wir Abschied vom Hotel, bezahlen die unverschämte Rechnung und lassen die Zeit an uns vorüberrauschen. Gestern erreichte uns die Meldung, dass unser Schiff wegen Überbelegung in Bonn anlegt und wir per Bus dorthin transferiert werden. Dann ist das so. Am Abholort sammeln sich die Menschen, ein überforderter und nur mittelmäßig informierter Reiseleiter eines anderen Schiffes der Phoenix-Reederei hat die unangenehme Aufgabe uns alle bei Laune zu halten obwohl die avisierten Busse auf sich warten lassen und Regen aufzieht. Mit dem Wolkenbruch kommt endlich unser Reisebus und wir huschen hinein während unser Gepäck samt Busfahrer den vollen Guss abbekommt. Offensichtlich lässt das Qualitätsniveau von Phoenix deutlich nach. Immerhin geht das Einschiffen ruckzuck vonstatten, was wiederum echt positiv ist. Die Kabine ist voll okay, hat Vorteile gegenüber der Alena, doch auch die Alena kann in Details punkten. Eindeutig ist, dass Alex, der Reiseleiter der Donaureise, besser drauf war. Kurz und knapp fällt der Kapitänsempfang mit Offiziersvorstellung aus. Auch gut. Das Dinner ist jedenfalls schwer okay. Der Service in der Panorama-Lounge ebenso. Die Enttäuschung über die semi-professionelle Abholaktion mindert sich so ein klein wenig. Dennoch, wenn ich relativ viel Knete investiere erwarte ich eine adäquate Gegenleistung. So ist das halt in unserem Wirtschaftssystem. Das beeinflusst natürlich in keinerlei Weise meine Urlaubsfreude, da müsste ich ja bescheuert sein, aber eventuelle künftige Reisebuchungen schon – doch das ist kein aktuelles Problem. Ich schlafe gut.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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