Erkältungs-Stabwechsel

Heute liegen wir vier Stunden hinter der heimatlichen Zeit zurück. Beim Aufstehen um kurz nach acht, ist es daheim bereits kurz nach zwölf. Ich lasse den Tag in aller Ruhe anlaufen, mache meine Übungen, verspeise mein Croissant und genieße zwei Tassen Kaffee. Pünktlich erscheinen wir zum Vortrag über Ilhéus und Salvador da Bahia (exakt: São Salvador da Bahía de Todos os Santos), also die Stadt des „Heiligen Retters an der Bucht aller Heiligen“. In ersterer wollen wir flanieren und in letzterer haben wir einen Ausflug gebucht. Wir lassen uns einstimmen und sind gespannt auf das, was uns erwartet. – Inzwischen gab es einen Stabwechsel bei der Erkältung: Während nun eine von uns mit deren Symptomen ringt, kann ich mir einen Salatteller im SB-Restaurant gönnen. Das Malaga- und Erdbeereis mit Eierlikörverfeinerung ist auch nicht zu verachten. Nach der Mittagspause schließt sich bei meiner schniefenden Mitreisenden eine andauernde Bettruhe an. Ich verziehe mich auf die Bar am Heck, lese so vor mich hin und schlürfe eine Hopfenkaltschale. Zu zweit wäre es besser aber allein geht auch 😉😇. – Beim Dinner fehlt meine Begleiterin ebenfalls, nun ja, allein speist es sich nicht ganz so gut. Das Show-Programm fällt aus, weil die Sängerin ihre Stimme irgendwo in der Klimaanlage (oder durch dieselbe?) verloren hat. Angesichts der erwartbaren Massen, die sich dadurch auf die Bars ergießen könnten, genieße ich lieber ein kleines Fläschchen vergorenen Traubensaftes auf der Kabine. Dennoch (oder gerade deshalb?) wird es sehr, sehr spät. Ach ja, auf dem Balkon entdecke ich von Ferne eine Küstenlandschaft. Wir haben die Überquerung gut überstanden und der Atlantik war sehr, sehr, sehr brav. Merci vielmals.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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